Patienten haben wieder die Wahl

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HANNOVER (cben). Die AOK Niedersachsen hat im Streit um minderwertige Inkontinenz-Materialien eingelenkt. Ab 1. Januar 2010 können die Pflegeeinrichtungen und Privatleute wieder wählen, von wem sie ihren Inkontinenz-Artikel beziehen.

Im vergangenen Jahr hatte die Kasse einen Exklusivvertrag mit einem Hersteller geschlossen, um die Preise von monatlich 39,90 pro Patient auf 25 Euro zu senken. "Immerhin gaben wir im Jahr 23 Millionen Euro für so genannte aufsaugende Inkontinenzprodukte aus", sagte AOK-Sprecher Klaus Altmann der "Ärzte Zeitung", "das sind zehn Prozent des Beitragssatzes der betroffenen Patienten". Aber vor allem Pflegeheime protestierten wegen der schlechteren Qualität der Produkte und wegen Lieferschwierigkeiten.

Jetzt hat die AOK die Wahlfreiheit für Privatleute und Heime wieder eingeführt und zahlt pro Monat und Versicherten pauschal 33 Euro. Das ist ebenso viel, wie die meisten Krankenkassen in Niedersachsen mit den Pflegeeinrichtungen vereinbart haben, sagte Altmann.

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