Healthcare-Barometer

Patienten sehen Ärzte oft unter Zeitdruck

Repräsentative Umfrage verzeichnet sinkende Zufriedenheitswerte.

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KÖLN. Laut einer aktuellen Umfrage haben viele Patienten das Gefühl, dass sich niedergelassene Ärzte zu wenig Zeit für sie nehmen. Gemäß dem Healthcare-Barometer 2019 des Beratungsunternehmens PwC waren im vergangenen Jahr 42 Prozent der Kassenpatienten dieser Meinung und 25 Prozent der Privatpatienten. In die repräsentative Erhebung waren 1000 Bundesbürger ab 18 Jahren einbezogen, von ihnen waren zehn Prozent privat versichert.

Von den Privatversicherten gaben 42 Prozent an, dass sie mit den ärztlichen Behandlungen zufrieden sind, im Jahr 2014 waren es noch 52 Prozent. In beiden Jahren hatten lediglich 32 Prozent der GKV-Versicherten nichts an den niedergelassenen Ärzten auszusetzen. 20 Prozent der Privatversicherten gaben an, dass die Öffnungszeiten der Praxen nicht ihren Bedürfnissen entsprechen, bei den Kassenpatienten waren es 24 Prozent.

Vier Jahre zuvor hatten die Werte 15 Prozent und 23 Prozent betragen. 23 Prozent der gesetzlich und 14 Prozent der privat Versicherten fühlten sich vom Arzt und dem medizinischen Personal nicht ernst genommen. 52 Prozent aller Befragten bewerteten die stationäre Versorgung als sehr gut oder gut.

Bei der Wahl des Krankenhauses war mit 54 Prozent der Hausarzt die wichtigste Informationsquelle. Er hat aber an Bedeutung verloren, 2014 hatte der Wert noch bei 63 Prozent gelegen.

Die Empfehlung durch Freunde oder Bekannte folgte mit 46 Prozent (2014: 43 Prozent) an zweiter Stelle. 34 Prozent der gesetzlich Versicherten waren sehr zufrieden mit ihrer Krankenkasse und 53 Prozent zufrieden. Bei den privat Versicherten waren 24 Prozent sehr zufrieden und 57 Prozent zufrieden. Sehr unzufrieden waren zwei Prozent der GKV-Versicherten und sieben Prozent der PKV-Kunden. (iss)

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