Arzneimittelpolitik

Patienten wünschen sich viele Info-Quellen

NEU-ISENBURG (HL). Patienten haben eine hohe Kompetenz bei der Suche nach Informationen über ihre Krankheiten und deren Behandlungsmöglichkeiten. Rund 80 Prozent nutzen das Internet. Neun von zehn würden auch Herstellerinformationen über Arzneimittel nutzen.

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Das ist das Fazit einer Studie der Prognos AG, die der Verband US-amerikanischer forschender Arzneimittelhersteller (PhRMA) in Auftrag gegeben hatte.

Auffällig ist die tiefe Kluft zwischen der Forderung nach Informationsfreiheit und der Kompetenz im Umgang mit Patienten bei Bürgern und Patienten und dem Ausmaß an paternalistischer Bevormundung durch Staat und Standesorganisationen der Ärzte in Deutschland und Europa.

Die Fakten: Eine Diskussion in Patientengruppen ergab, dass die Mehrzahl der Patienten nicht weiß, dass Arzneimittelhersteller dem Publikum keine produktbezogenen Informationen vermitteln dürfen. Die Patienten nahmen an, die Industrie wolle sie nicht informieren. Eine Zwei-Drittel-Mehrheit sowohl der Bürger als auch der Patienten lehnt das Informationsverbot ab. 90 Prozent würden die Verfügbarkeit von Herstellerinformationen begrüßen und sie als eine Quelle unter vielen nutzen.

Diese Informationen ergänzen die Beratung des Arztes oder helfen, sich auf den nächsten Arztbesuch vorzubereiten. Dem Arzt kommt eine wichtige Rolle als Informationsmanager zu. 60 Prozent der Patienten gaben an, dass ihre Ärzte sorgfältig alle Informationen bewerten.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Der informierte Patient ist Realität - und die meisten Ärzte kommen damit klar

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Geheime Kommandosache

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