Berufspolitik

Patientenberatung muss koordiniert werden!

KÖLN (iss). Um in Deutschland eine unabhängige Patientenberatung zu schaffen, sind keine neuen Strukturen notwendig. Vielmehr muss das unkoordinierte Nebeneinander der unterschiedlichen Angebote überwunden werden.

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Davon gehen die Mitglieder des Netzwerks Patientenberatung Nordrhein-Westfalen aus. "Die Beratung der Patienten ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller Akteure im Gesundheitswesen, eine einzelne Organisation kann das nicht leisten", sagt Dr. Michael Schwarzenau, Geschäftsführer des Netzwerks.

Dort haben sich die Organisationen des Gesundheitswesens in Nordrhein-Westfalen zusammengeschlossen, um die Zusammenarbeit der verschiedenen Beratungsstellen und den Erfahrungsaustausch untereinander zu fördern. Das Netzwerk selbst bietet allerdings keine Beratungen an. Es sei unbestritten, dass es im Gesundheitswesen einen steigenden Bedarf der Patienten an Beratung und Information gibt, gerade für ältere Menschen. Es fehle aber häufig an der Abstimmung zwischen den einzelnen Institutionen, sagt Schwarzenau, der im Hauptberuf Hauptgeschäftsführer der Ärztekammer Westfalen-Lippe ist.

"Es gibt keine optimale Arbeitsteilung." Hier Abhilfe zu schaffen sei besser, als noch weitere Beratungsstrukturen zu implementieren. Außerdem hält es Schwarzenau für notwendig, die vorhandenen Angebote transparenter zu machen.

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