Pflegeheime

Pflege-TÜV ist Laumann ein Dorn im Auge

Das Gesundheitsministerium will an Transparenzvereinbarungen für Pflegeeinrichtungen festhalten. Doch der Pflegebeauftragte Laumann ist über die Noten für Pflegeheime nicht begeistert.

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BAD NEUENAHR. Bei aller berechtigten Kritik an den Pflegenoten: Es gibt keine Absicht, die Pflegetransparenzvereinbarungen zur Bewertung der Qualität von Pflegeeinrichtungen wieder abzuschaffen. Das hat Dr. Christian Berringer vom Bundesgesundheitsministerium auf einer Tagung des Prüfdienstes der PKV in Bad Neuenahr klargestellt.

"Die Veröffentlichung der Ergebnisse von Qualitätsprüfungen war grundsätzlich die richtige Entscheidung", sagte der Leiter des Referates Begriff und Begutachtung der Pflegebedürftigkeit, Qualitätssicherung, allgemeine Fragen der pflegerischen Versorgung.

Bei den Qualitätsprüfungen handele es sich um ein lernendes System. Es gehe für die Selbstverwaltung jetzt darum, es effizienter zu gestalten und die Ergebnisse für die Verbraucher stärker zu differenzieren. "Ich sehe kein Modell, das an die Stelle des jetzigen gesetzt werden könnte", so Berringer.

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann (CDU) machte dagegen kein Hehl aus seiner Abneigung gegenüber den Pflegenoten. "Das Übersetzen der Prüfberichte in Pflegenoten ist meiner Meinung nach gescheitert."

Wenn die durchschnittliche Note in Deutschland 1,3 betrage, dann sei das keine Orientierungshilfe, sondern Irreführung, kritisierte er. "Als ich noch zur Schule ging, konnte man eine Fünf in Mathe nicht durch Singen ausgleichen. Aber in Heimen geht das." Die Frage, ob es ein transparenteres System gibt, müsse die Wissenschaft beantworten, sagte Laumann. (iss)

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