Berlin

Pflege wird immer stärker interkulturell

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BERLIN. Die Pflege in Berlin wird multikulturell: Erstmalig haben achtzehn junge Menschen mit Migrationshintergrund kürzlich ihre Ausbildung zum Sozialassistenten (Pflege) an der Paulo-Freire-Schule abgeschlossen. Die Ausbildung hat der kommunale Klinikkonzern Vivantes in Kooperation mit dem Zentrum Überleben organisiert.

"Die Pflege wird in einer ‚bunten‘ Stadt wie Berlin mit Einwohnern aus vielen verschiedenen Ländern auch zunehmend interkulturell. Junge, aus dem Ausland stammende Sozialassistenten sind für uns daher doppelt wertvoll: Sie helfen in der Pflege und sie bringen das Verständnis für eine andere Kultur mit", so Vivantes-Chefin Dr. Andrea Grebe.

Marco Hahn, Leiter der Paolo-Freire-Schule verwies darauf, dass der Ausbildungsgang die große Lücke zwischen Basisqualifizierung und dreijähriger Fachausbildung in der Pflege schließe. "Wir können Menschen eine solide Pflegeausbildung anbieten, die hoch motiviert und fachlich geeignet sind, aber Hürden auf ihrem Bildungsweg hatten", so Hahn.

Die 18- bis 35-jährigen Sozialassistenten kommen aus dem Kosovo, dem Libanon, Afghanistan, Brasilien, der Türkei oder stammen aus Berlin.

Ihre Ausbildung dauerte zwei Jahre und umfasst 2720 Stunden. Nun haben sie neben der Mittleren Reife als Schulabschluss eine anerkannte Berufsqualifikation als staatlich geprüfte Sozialassistenten. (ami)

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