Neue Vergütung

Physiotherapeuten fürchten Verhandlungsmarathon mit Kassen

Bis zu 50 Prozent mehr Geld wollen die Physio-Verbände. Doch ein vorliegender Schiedsspruch sieht zunächst nur eineinhalb Prozent mehr vor.

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Köln. Die Verbände der Physiotherapeuten befürchten einen weiteren Verhandlungsmarathon mit den Krankenkassen über die künftige Vergütung der Berufsgruppe.

Bislang ist es den beiden Seiten nicht gelungen, sich zu einigen. Zwar liegt inzwischen der Schiedsspruch einer unabhängigen Schiedsstelle vor. Doch er regelt lediglich eine Anpassung der Vergütung um 1,48 Prozent zum Ausgleich von Kostensteigerungen und gibt den Vertragsparteien Orientierungsgrößen für die weiteren Verhandlungen vor.

„Mit Blick darauf, wie die Krankenkassen in den Verhandlungen zum Thema Vergütung gemauert haben, haben wir wenig Hoffnung, nun zeitnah zu einer zufriedenstellenden Lösung zu kommen“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von vier Verbänden: Das sind der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten, der Deutsche Verband für Physiotherapie, der Verband Physikalische Therapie und der VDB-Physiotherapieverband.

Sie verhandeln gemeinsam für die 160.000 Physiotherapeuten und fordern eine Erhöhung der Vergütung um rund 50 Prozent. Viel Zeit ist nicht mehr. Der neue Vertrag soll zum 1. April in Kraft treten. (iss)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Ulrich Pohl

Man muss mal feststellen dass die Krankenkassen das TSVG missachten.
Alle Praxiskosten sollen erstmalig in die Preisbildung einfließen. Wenn die Vergütungen nicht angehoben werden können die freien Praxis ihre Mitarbeiter weiterhin nur 40 % unter Tarif bezahlen. Eine Flucht der Therapeuten in Kliniken bei besseren Arbeitszeiten wird schon länger festgestellt.
Versuchen Sie kurzfristig einen Behandlungstermin zu vereinbaren brauchen Sie viel Geduld und Glück.


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