Berufspolitik

Präventionsangebote sollen in Berlin ausgebaut werden

BERLIN (ami). Das Land Berlin baut Strukturen zur Bündelung der Gesundheitsförderung auf. Seit Juli ist eine neue Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung in Betrieb.

Veröffentlicht: 12.11.2008, 05:00 Uhr

Das gab die Berliner Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) anlässlich der fünften Landesgesundheitskonferenz bekannt. Träger der Präventionsstelle ist der Verein Gesundheit Berlin. Zusammen mit der Fachstelle für Suchtprävention, die seit gut drei Jahren in Betrieb ist, hat Berlin jetzt zwei Institutionen, die Präventionsaktivitäten bündeln und stärken sollen.

Die neue Fachstelle für Gesundheitsförderung und Prävention veranstaltet von nun an die jährliche Landesgesundheitskonferenz. Außerdem soll die Fachstelle die Umsetzung der Gesundheitsziele unterstützen, die von der letzten Gesundheitskonferenz verabschiedet worden sind. Die Gesundheitssenatorin sieht hier schon erste Erfolge. Es gebe viele Projekte zu den zentralen Gesundheitszielen Ernährung und Kindergesundheit.

Lompscher hob den Besuch einer Kindertagesstätte als Chance für die Kindergesundheit hervor. "Je mehr und je früher die Kinder in die Kita gehen, desto besser ist ihr Gesundheitszustand und sind ihre Zukunftschancen", so die Politikerin. Ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der Gesundheitsziele sei deshalb auch das Bildungsprogramm für die Berliner Kitas, das unter anderem Sprachtraining vorsieht.

Die Senatorin lobte das insgesamt hohe Niveau von Angeboten der Gesundheitsversorgung und Prävention in Berlin. "Gleichwohl verstärken sich Tendenzen der Benachteiligung einzelner Bevölkerungsgruppen", so Lompscher. Sie forderte deshalb, dass neue Angebote sich stärker auf die Menschen konzentrieren müssten, die keinen ausreichenden Zugang zum gesundheitlichen Versorgungssystem haben oder besondere Präventionsangebote brauchen.

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