Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Präventionsgesetz - da raschelt Papier

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

Wer auf Oppositionsbänken sitzt, muss dicke Bretter bohren. Dazu gehören auch Anträge, die vermutlich nie Gesetz werden. Dies dürfte auch für die jüngsten Vorstöße von SPD und Grünen für ein Präventionsgesetz gelten. Denn Union und FDP pflegen bei diesem Thema ein Null-Engagement.

Dabei ist die Ausgangslage so bekannt wie unerfreulich: Die Präventionslandschaft ist zersplittert, ein Modellprojekt löst das nächste ab. 80 Prozent der Kassengelder fließen an Versicherte, die vermutlich auch ohne die gesponserten Ernährungs- und Bewegungskurse gesund bleiben würden. Menschen, bei denen sich Gesundheitsrisiken ballen, erreichen die Kassen-Offerten ohnehin nicht.

Vor diesem Hintergrund legt die Opposition dicke Wunschkataloge vor. Die SPD will ein "Nationales Institut für Prävention" gegründet sehen, die Grünen regen ein "Nationales Kompetenzzentrum für Qualität und Qualitätssicherung" in Sachen Prävention an.

Geht es auch eine Nummer kleiner? In Baden-Württemberg zeigen Akteure im Gesundheitswesen, dass auch regionale Gesundheitskonferenzen ein Instrument sein können, um Prävention voranzubringen. Dort ist Berlin weit weg, ebenso der Streit um ein Bundesgesetz.

Lesen Sie dazu auch: SPD und Grüne wollen Prävention völlig neu ausrichten

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Änderungsantrag beschlossen

Bundestag verschärft Terminmeldepflicht für Praxen

Kommentare
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Risikopatienten identifizieren

Osteoporose: So verhindern Sie die (nächste) Fraktur

Lesetipps
Schematische Darstellung der Lunge mit Bakterienbesiedlung.

© Working Moments / stock.adobe.com

Mikrobiomforschung

Atemwegs-Dysbiose befeuert Lungenerkrankungen