Bundesdelegiertenversammlung

Psychotherapeuten mahnen Lücken in der Finanzierung der Weiterbildung an

Noch zu oft müssen angehende Fachpsychotherapeuten verpflichtende Weiterbildungsbestandteile aus eigener Tasche finanzieren. Mit einer Weiterbildungsförderung würde sich das ändern, so ihr Bundesverband.

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Junge Psychotherapeuten? Die könnten knapp werden, wenn sich an der Finanzierung der Weiterbildung nichts ändert, kritisiert der bvvp. (Motiv mit Fotomodellen)

Junge Psychotherapeuten? Die könnten knapp werden, wenn sich an der Finanzierung der Weiterbildung nichts ändert, kritisiert der bvvp. (Motiv mit Fotomodellen)

© pressmaster / stock.adobe.com

Mainz. Auch für Fachpsychotherapeuten müsse es eine Förderung der ambulanten Weiterbildungsstätten geben, fordert nun der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp). Diese solle gesetzlich verankert werden. Nur so könne gewährleistet werden, dass die Weiterbildung „zu angemessenen und qualitativ hochwertigen Bedingungen“ angeboten werden könne und auch langfristig ausreichend beruflicher Nachwuchs für die Patientenversorgung bereitstehe, heißt es in einer entsprechenden Resolution der Bundesdelegierten vom Freitag.

Doch das ist nicht der einzige Punkt, der den Delegierten aufstößt. Noch immer müssten die Psychotherapeuten in Weiterbildung Kosten, die für verpflichtende Bestandteile wie Supervision, Selbsterfahrung und Theorieseminare anfielen, selbst finanzieren und meist neben der regulären Arbeitszeit in der Freizeit absolvieren. Dies stelle eine erhebliche Belastung der angehenden Psychotherapeutinnen und -therapeuten aller Grundberufe dar. Die Delegierten fordern daher, dass alle verpflichtenden Bestandteile der Weiterbildung künftig im Rahmen der regulären Arbeitszeit erbracht werden. Außerdem müsse den Weiterzubildenden ein Gehalt gezahlt werden, das der Tatsache Rechnung trage, dass sie approbiert seien.

In einer weiteren Resolution stellten die Delegierten klar, dass sie sich entschieden gegen Behauptungen der Krankenkassen, dass Psychotherapeuten die falschen Patienten zu lange behandelten, wehrten. Sie verwahrten sich zudem gegen Aussagen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach, denen zufolge in der ambulanten Psychotherapie vor allem „leichte Fälle über längere Zeit“ versorgt würden, heißt es. Die Delegierten warnten davor, unterschiedliche Patientengruppen gegeneinander auszuspielen. (eb)

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