Direkt zum Inhaltsbereich

Honorarpolitik

Psychotherapeuten rufen auf zur „Groß-Demonstration“ in Berlin

Der nach Hausärzten zweitgrößten ambulanten Leistungserbringergruppe droht eine Abwertung ihrer EBM-Leistungen zwischen 2,8 und 4,5 Prozent. Mitte April will die Branche ihren Protest erneut auf die Straße tragen.

Veröffentlicht:

Berlin. Die Proteste der Psychotherapeuten gegen die drohende Honorarabsenkung reißen nicht ab. Die Psychotherapeutenvereinigung DPtV ruft jetzt zur „Groß-Demonstration“ am 15. April in der Bundeshauptstadt auf. Treffpunkt ist um 13 Uhr die Paul-Löbe-Allee, zwischen Paul-Löbe-Haus und Reichstagsgebäude.

Nach einer Kundgebung zum Auftakt soll ein zweistündiger Demonstrationszug zur Reinhardtstraße, Sitz des GKV-Spitzenverbands führen. Wichtigste Forderung: „Rücknahme der Honorarkürzungen und Sicherstellung einer angemessenen Vergütung psychotherapeutischer Leistungen“.

Die Mitte März vom Erweiterten Bewertungsausschuss beschlossene Minderung des EBM-Honorars für psychotherapeutische Leistungen um 4,5 Prozent (und effektiv 2,8 Prozent für Praxen, die Strukturzuschläge erhalten) setze viele selbständige Psychotherapeuten wirtschaftlich unter Druck, heißt es. Infolgedessen könnten „Behandlungsangebote reduziert oder langfristig aufgegeben werden“.

Ende März hatten, organisiert von dem Aktionsbündnis Psychotherapie, bereits rund 1.000 Branchenvertreter vor dem Bundesgesundheitsministerium gegen den Honorarbeschluss demonstriert und dessen Beanstandung durch die Rechtsaufsicht gefordert. Bislang sieht es allerdings nicht danach aus, als würde das Ministerium dieser Aufforderung nachkommen wollen.

Im Gegenteil: In seiner Antwort auf eine diesbezügliche Nachfrage der Abgeordneten Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Grüne) betont das BMG, „Bewertung und Weiterentwicklung der Bestimmungen für vertragsärztliche Leistungen“ lägen „in der Verantwortung des Bewertungsausschusses“, der dabei auch einen Ermessensspielraum habe. (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren