Corona-Pandemie

RKI-Chef: Lage könnte sich auch in Deutschland zuspitzen

Bisher haben sich in Deutschland eher Menschen, die nicht zu den Risikogruppen zählen, mit SARS-CoV-2 infiziert.

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Berlin. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, kann nicht ausschließen, dass sich die Versorgungssituation in der Corona-Krise auch in Deutschland zuspitzen könnte. Das machte er mit Blick auf die dramatische Situation in Ländern wie Italien deutlich. „Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben. Ob es so kommt, ist Spekulation“, sagte Wieler im Interview der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Wir müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar“, so der RKI-Präsident.

Dass die Pandemie in Deutschland im internationalen Vergleich relativ glimpflich verlaufe, liegt laut Wieler auch an den von der Infektion betroffenen Patienten. „Zunächst waren in Deutschland vornehmlich Menschen betroffen, die nicht zu den Risikogruppen zählen, denn viele Übertragungsketten standen in Verbindung zum Beispiel mit Skiurlauben. Wenn mehr Übertragungen in Altenheimen oder Krankenhäusern stattfinden, steht zu befürchten, dass der Anteil steigt.“ (dpa/eb)

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