Erleichterungen beim Reisen

RKI nimmt ab Donnerstag alle Länder von Corona-Hochrisiko-Liste

In Kürze sollen alle Regionen, die zu Corona-Hochrisikogebieten zählen, von dieser Liste gestrichen werden. Das Robert Koch-Institut führt die weniger gefährliche Omikron-Variante als Begründung an.

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Das Robert Koch-Institut in Berlin wird ab Donnerstag keine Staaten und Regionen mehr als Corona-Hochrisikogebiete führen. Bund und Länder hatten Mitte Februar beschlossen, die Regeln für die Einstufung von Hochrisikogebieten neu zu fassen.

Das Robert Koch-Institut in Berlin wird ab Donnerstag keine Staaten und Regionen mehr als Corona-Hochrisikogebiete führen. Bund und Länder hatten Mitte Februar beschlossen, die Regeln für die Einstufung von Hochrisikogebieten neu zu fassen.

© Jörg Carstensen / dpa

Berlin. Trotz anhaltender Pandemie bahnen sich für die Bundesbürger Erleichterungen bei Auslandsreisen an. So sollen ab diesem Donnerstag (3. März) um null Uhr keine Staaten und Regionen mehr als Corona-Hochrisikogebiete gelten. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Internetseite mit.

Als Grund wird die als weniger gefährlich eingestufte Omikron-Variante des SARS-CoV-2-Virus genannt. „Mit verbreitetem Auftreten der Omikron-Variante zeigt sich, dass die Fähigkeit dieser Variante, eine bedrohliche Erkrankung hervorzurufen, weniger schwerwiegend ist im Vergleich zu den vorherigen vorherrschenden Varianten“, schreibt das RKI.

Listung nur bei Ausbreitung neuer und gefährlicherer Varianten

Die Einstufung als Hochrisikogebiet erfolge nur noch für solche Gebiete, in denen sich Varianten ausbreiteten, die im Vergleich zur Omikron-Variante eine höhere Virulenz besäßen. „Es erfolgt somit keine Ausweisung mehr von Hochrisikogebieten aufgrund der Verbreitung der Omikron-Variante.“

Allerdings betont das RKI, die Einstufung von Corona-Risikogebieten könne sich weiterhin „kurzfristig“ ändern. Bundesbürger sollten daher stets prüfen, ob die Länder, in denen sie sich in den vergangenen zehn Tagen vor der Einreise nach Deutschland aufgehalten hätten, als Risikogebiete gelistet seien oder nicht.

Bund und Länder hatten bei ihrem vergangenen Corona-Gipfel Mitte Februar beschlossen, die Regeln für die Einstufung von Hochrisikogebieten neu zu fassen. Dies geschieht nun mit Inkrafttreten der „Dritten Änderungsverordnung der Coronavirus-Einreiseverordnung“.

Aktuell noch gut 60 Staaten als Hochrisikogebiete geführt

Als Hochrisikogebiete werden Staaten „mit besonders hohen Fallzahlen“ – laut RKI mehr als 100 je 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tagen – ausgewiesen. Hospitalisierungsraten spielen ebenfalls eine Rolle.

Mit der Klassifizierung als Hochrisikogebiet sind bestimmte Nachweis- und Quarantänepflichten vor beziehungsweise nach der Reise ins Ausland verbunden. Aktuell sind noch gut 60 Länder und Regionen vom RKI als Hochrisikogebiete gelistet – darunter etliche Nachbarländer Deutschlands.

Daneben gibt es Virusvariantengebiete – Regionen, in denen eine in Deutschland noch nicht verbreitete Virusvariante mit „besorgniserregenden Eigenschaften“ auftritt. Derzeit gelten laut RKI keine Staaten oder Regionen als Virusvariantengebiete.

Festlegungen, welche Gebiete Hochrisiko- oder Virusvariantengebieten sind, treffen Bundesgesundheitsministerium, Innenministerium sowie Auswärtiges Amt. (hom)

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