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Rheumatologen bangen um Versorgungsqualität

Die Kassen in Bayern wollen das Ende 2011 ausgelaufene Versorgungsprojekt "Elektronische Dokumentation Rheuma" nicht verlängern. Das kann der Berufsverband Deutscher Rheumatologen nicht verstehen: Das Projekt habe Patienten sehr genutzt.

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MÜNCHEN (sto). Die Rheumatologen in Bayern fürchten eine schlechtere Versorgung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) im Freistaat, weil ein seit 2010 laufendes Qualitätsprojekt Ende 2011 ausgelaufen ist. Das Qualitätsprojekt "Elektronische Dokumentation Rheuma" habe nachweislich eine Verbesserung der Krankheitsaktivität und der Früharthritissprechstunde erreicht, teilte der Landesvorsitzende des Berufsverbands Deutscher Rheumatologen (BDRh), Dr. Florian Schuch, mit.

Dazu seien seit Anfang 2010 erstmalig flächendeckend und IT-gestützt die Krankheitsaktivität und die Funktionskapazität bei Patienten in Bayern mit der Diagnose RA dokumentiert worden, berichtete Schuch.

Daten von 40.000 Patienten

An dem Projekt, das in enger Abstimmung zwischen KV Bayerns (KVB), gesetzlichen Kassen und dem BDRh, Landesverband Bayern, entwickelt wurde, nahmen 94 Prozent der 52 bayernweit tätigen niedergelassenen internistischen Rheumatologen teil. Jährlich wurden insgesamt 40.000 Patienten dokumentiert.

Die Patientendaten wurden pseudonymisiert ausgewertet und quartalsweise binnen 14 Tagen an die KVB weitergeleitet, so Schuch. Ein wichtiges Ziel der Qualitätsmaßnahme war die Förderung von Neuvorstellungen in den Praxen, erläuterte Schuch.

Bereits im ersten Quartal des Projektes habe die Quote der Neuvorstellungen mit 30 Prozent deutlich über dem Mindestziel von zehn Prozent gelegen. Auch das langfristige Ziel einer besseren Kontrolle der Krankheitsaktivität, gemessen am Aktivitätsscore DAS 28, sei durch eine angepasste medikamentöse Behandlung bereits in den ersten Quartalen erreicht worden.

Angesichts der guten Erfolge sei es bedauerlich, dass das Qualitätsprojekt beendet und von den Kassen nicht mehr gefördert werden soll, erklärte Schuch. Damit werde eine wichtige Chance vergeben, die Versorgung von Patienten mit RA zu verbessern.

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