Berufspolitik

Saarland: Längere Anfahrtswege nach Notdienstreform

Die Zahl der 60 Dienstringe im Notfalldienst soll verringert werden, die Belastung für Landärzte sinken.

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SAARBRÜCKEN (kud). Der Notfalldienst im Saarland soll reformiert werden. Ziel ist vor allem eine klarere, einheitliche und straffere Struktur für die sprechstundenfreien Zeiten unter der Woche.

Nach Darstellung des stellvertretenden KV-Chefs Dr. Joachim Meiser ist sich die Vertreterversammlung in den meisten Punkten bereits einig.

Danach ist geplant, den "kollegialen ärztlichen Hintergrunddienst" hinsichtlich der Verpflichtung zur Teilnahme an den "organisierten ärztlichen Notfalldienst" anzupassen, der an Wochenenden und Feiertagen greift.

Anzahl der Dienstringe verringern

Meiser hält es auch für sinnvoll, im Rahmen einer Strukturbereinigung die Zahl der bisher rund 60 Dienstringe im Land zu verringern. Damit könnten Ärzte auf dem Land entlastet werden.

Allerdings hätte dies für viele Teilnehmer etwas längere Wegstrecken zur Folge. Weiter müssten die Möglichkeiten zur Vertretung geklärt werden.

Diskussionsbedarf gibt es laut Meiser noch bei der Festlegung der Dienstzeiten. Bisher beginnen diese an "sprechstundenfreien Nachmittagen" um 13 Uhr, ansonsten um 19 Uhr und reichen bis 7 Uhr des darauf folgenden Tages.

Einheitliche Dienstzeiten

Da nicht mehr alle Ärzte wie früher gewohnt jeweils an den Mittwoch- und Freitag-Nachmittagen ihre Praxen schließen, sieht die Vorlage des Vorstands grundsätzlich einheitliche Dienstzeiten von 18 bis 8 Uhr vor, allerdings mit der Möglichkeit, davon in kollegialer Absprache abzuweichen.

Das Thema wird nun in den KV-Ausschüssen weiter besprochen und mit der Ärztekammer abgestimmt. Im Frühjahr, so hofft Meiser, wird dann die Neufassung unter Dach und Fach sein.

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