Berufspolitik

Schlechte Noten für die Koalition

NEU-ISENBURG (HL). Die niedergelassenen Ärzte sind mit den Gesundheitsreformen der schwarz-gelben Koalition überwiegend unzufrieden. Auch die Arbeit von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) - einst Wunschkandidat der Vertragsärzte - findet dabei wenig Gnade.

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Das geht aus den Ergebnissen einer Umfrage der "Ärzte Zeitung" hervor. In der letzten Ausgabe vor Weihnachten hatte die Redaktion die Leser um ihr Urteil zur Arbeit der Koalition und zum jüngst verabschiedeten GKV-Versorgungsstrukturgesetz gebeten.

Insgesamt wurden 625 Antwortbögen ausgewertet. Das Ergebnis ist zwar nicht repräsentativ, gibt aber ein Stimmungsbild unter niedergelassenen Ärzten, überwiegend Hausärzten, wieder.

Danach sind nur knapp 13 Prozent der Mediziner der Auffassung, die Bundesregierung habe grundlegende Reformen im Gesundheitswesen angepackt. 85 Prozent vermissen dies.

Durchgefallen bei einem Drittel

Auch die Arbeit Daniel Bahr als Bundesgesundheitsminister - in dieser Funktion amtiert er seit Mai 2011, zuvor war er Parlamentarischer Staatssekretär - wird überwiegend kritisch gesehen.

Weniger als zwölf Prozent bewerten seine Politik als gut oder sehr gut; mehr als ein Drittel vergibt die Note "mangelhaft".

Der Blick der Ärzte auf das Versorgungsstrukturgesetz fällt ganz überwiegend skeptisch aus. Dass es notwendig war, ist nicht umstritten.

Große Zweifel bestehen allerdings, ob die vom Gesetzgeber entwickelten Instrumente und Anreize wirksam sein werden und ob KVen und Kassen das Gesetz effektiv anwenden.

Die "Ärzte Zeitung" berichtet Mittwoch und Donnerstag detailliert über die Ergebnisse der Umfrage.

Lesen Sie dazu auch: Ärzte und die FDP: Eine enttäuschte Liebe

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