"Schnüffelkartei" empört Franzosen

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PARIS (dpa). In Frankreich wächst der Protest gegen eine geplante Datei, die auch Angaben über die sexuelle Orientierung und den Gesundheitszustand registrierter Personen speichern soll.

Etwa 700 Organisationen und 90 000 Menschen hätten eine entsprechende Petition unterzeichnet, berichtete die Zeitung "Le Monde". Die geplante Kartei soll sowohl Personen des öffentlichen Lebens als auch mögliche Ruhestörer umfassen. Hintergrund ist die Umstrukturierung der französischen Geheimdienste, bei der mehrere Karteien zusammengelegt werden sollen.

Menschenrechtsgruppen und Datenschützer sehen in der Kartei einen Angriff auf die persönliche Freiheit des Einzelnen. Nach dem bisherigen Plan soll sie der Polizei und besonders beauftragten Beamten zugänglich sein. Die Kartei hätte vom 1. Juli an aufgebaut werden sollen. Das Projekt wurde aber wegen vieler Beschwerden zunächst gestoppt.

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