Schwarz-Gelb peilt Umbau der Pflegeversicherung an

BERLIN (hom). Um die gesetzliche Pflegeversicherung fit für die Zukunft zu machen, planen Union und FDP offenbar den Einstieg in die Kapitaldeckung. In der Bevölkerung gehen die Meinungen dazu auseinander.

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Eine solide Finanzierung der Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung lasse sich langfristig nur durch einen "gleitenden Übergang" vom Umlagesystem in eine kapitalgedeckte und prämienfinanzierte Versicherung sicherstellen, sagte der FDP-Pflegeexperte Heinz Lanfermann der "Ärzte Zeitung". Der demografische Wandel mache sich in der Pflege stärker bemerkbar als in der Kranken- oder in der Rentenversicherung. Weil die Menschen älter würden, steige die Zahl der Pflegebedürftigen, was mit höheren Kosten einhergehe, so Lanfermann.

Auch von Unionsseite wird seit Jahren ein Umbau der Pflegeversicherung in Richtung einer Kapitaldeckung angestrebt. In der großen Koalition war dieser Schritt jedoch nicht möglich, da die SPD darauf gepocht hatte, die private Pflegeversicherung in einen Finanzausgleich mit der gesetzlichen Pflegeversicherung einzubeziehen.

Derweil kam am Donnerstagmittag die Koalitionsarbeitsgruppe Gesundheit erneut zusammen. Der Finanzrahmen bei der Pflege war ein Thema der Runde.

Die Deutschen selbst sind bei der Frage nach der finanziellen Absicherung im Pflegefall in zwei Lager gespalten, wie eine aktuelle Umfrage des Allensbach-Instituts zeigt. Danach sehen 34 Prozent der Befragten den Staat in der Verantwortung. 39 Prozent setzen auf private Vorsorge

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