Gesundheitspolitik international

Schweizer Kliniken: Zustrom deutscher Ärzte flaut ab

Für Schweizer Kliniken wird es anscheinend schwieriger, deutsche Ärzte anzuwerben. Der Grund: Deutsche Ärzte sind zunehmend mit der Arbeitssituation hierzulande zufrieden.

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Klinik in der Schweiz: Offenbar zieht es immer weniger deutsche Ärzte zu den Eidgenossen.

Klinik in der Schweiz: Offenbar zieht es immer weniger deutsche Ärzte zu den Eidgenossen.

© Geisser / imago

ZÜRICH (eb). Wie die Schweizer Zeitung "Tages-Anzeiger" auf ihrer Website meldet, stamme zwar nach wie vor der größte Teil der eingewanderten Ärzte aus Deutschland.

Nach Angaben der Ärzteverbindung FMH habe sich der Zustrom aus Deutschland jedoch abgeschwächt. Das bestätigen auch einzelne Spitäler.

"In Deutschland finden wir nicht mehr so einfach Ärzte", sagt etwa Stefan Bärlocher, Verwaltungsleiter des Spitals Linth in Uznach SG der Zeitung. Dafür kämen immer mehr Ärzte aus Osteuropa ins Land.

Im Spital in Linth stammten inzwischen sechs von 24 Assistenzärzten aus Ungarn, Polen und der Ukraine.

Ein Grund für den nachlassenden Zustrom aus Deutschland soll die zunehmende Arbeitszufriedenheit der Ärzte im eigenen Land sein.

2010 hätten laut einer Umfrage des Marburger Bunds etwa nur noch 44 Prozent der deutschen Ärzte auswandern wollen, 2007 seien es noch 53 Prozent gewesen.

Deutsche Ärzte kehren aber auch zunehmend nach Hause zurück, wie Christa Baumann, Leiterin Human Ressources des Zürcher Triemli-Spital, erklärte.

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