Direkt zum Inhaltsbereich

Bremen

Senatorin will weniger Sectiones

Ein spezielles Bündnis soll die geburtshilfliche Versorgung an der Weser verbessern. Das Ziel der Gesundheitssenatorin: weniger Kaiserschnitte´.

Veröffentlicht:
Sectio: In Bremen soll es bald weniger geben.

Sectio: In Bremen soll es bald weniger geben.

© photos.com

BREMEN (cben). Die Bremer Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) will die Kaiserschnittrate im Land senken.

Ein Bremer Bündnis zur Förderung der natürlichen Geburt soll vorhandene und neue Ansätze zur Verbesserung der geburtshilflichen Versorgung bündeln und umsetzen, heißt es in einer Antwort ihrer Dienststelle auf eine parlamentarische Anfrage der Grünenfraktion in der Bürgerschaft.

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Kaiserschnittrate in Deutschland von 15,3 Prozent auf 31,9 Prozent im Jahr 2011 fast verdoppelt. Die Rate in Bremen beträgt derzeit 32,2 Prozent.

Hebamme Valerie Stabel, Vorsitzende des Landesverbandes der Hebammen in Bremen, begrüßte die Antwort der Senatorin und sprach sich dafür aus, die natürliche Geburt häufiger zu ermöglichen.

Maximal 50 Prozent Kaiserschnitte

"Es würde uns allen gut anstehen, mehr darüber zu reden, wie wir Frauen besser begleiten können, auch wenn es bei der Geburt mal schwieriger wird", sagte Stabel der "Ärzte Zeitung".

Gerade junge Assistenzärzte seien in Zweifelsfällen "maximal verunsichert" und entscheiden sich leichter für die Sectio. "Wo ist bei kritischen Geburtssituationen eigentlich das Handwerkszeug der Ärzte?", fragt die Hebamme.

Die natürliche Geburt sei für eine Folgeschwangerschaft vorteilhafter. Dr. Andreas Umlandt, Vorsitzender des Deutschen Gynäkologenverbandes, Landesverband Bremen, warnte vor zu schnellen Urteilen.

"Man muss die Dinge differenzierter betrachten", so Umlandt. Der Bundesverband der Gynäkologen "unterstützt jede Maßnahme zur natürlichen Geburt", sagt Umlandt.

"Die Richtzahl von 15 Prozent durch die WHO ist nicht einfach so anwendbar. Für jede Klinik ist eine andere Rate angemessen."

Möglicherweise sei für manche Klinik 25 Prozent eine adäquate Kaiserschnittrate. "In Hochrisiko-Klinken würde ich auch 50 Prozent akzeptieren."

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Digitalisierung

ePA: gematik schaltet im Juli neue Funktionen frei

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Podcast Dr. Nele Frerksen-Kirschner

© Porträt: Dr. Nele Freerksen-Kirschner, Universitätsklinik Aachen | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wechseljahresbeschwerden individuell behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gedeon Richter Pharma GmbH, Köln
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Retrospektive Kohortenstudie

Gesundheits-Check-up: Was bringt die Prüfung auf Herz und Nieren?

Lesetipps
Tastatur mit Rollstuhlsymbol

© Markus Mainka / Shotshop / picture alliance

Barrierefreiheit ist Pflicht

So wird Ihre Praxiswebseite barrierefrei