Direkt zum Inhaltsbereich

Freie Ärzteschaft

Showdown um das Präsidentenamt

Seit Monaten gibt es in der Freien Ärzteschaft zwei Lager - jetzt zeigt sich, wer Herr im Ring ist: Die Neuwahl des Bundesvorstands verspricht viel Spannung.

Veröffentlicht:
Martin Grauduszus will weiter FÄ-Chef bleiben.

Martin Grauduszus will weiter FÄ-Chef bleiben.

© Freie Ärzteschaft

KÖLN. Bei der Wahl eines neuen Bundesvorstands der Freien Ärzteschaft (FÄ) am 17. November in Köln gehen zwei Teams gegeneinander ins Rennen.

Martin Grauduszus möchte als Präsident der Verbands weitermachen, der 1. Vizepräsident Wieland Dietrich macht ihm den Posten streitig.

Seit rund einem Jahr kriselt es im FÄ-Vorstand, der sich in zwei Lager gespalten hat. In den vergangenen Monaten gab es offenbar kaum noch eine Kooperation in dem Führungsgremium. Jetzt soll die nicht-öffentliche Neuwahl für klare Verhältnisse sorgen.

Keine großen inhaltlichen Unterschiede

In den Themen, die sie für die inhaltliche Arbeit auf die Agenda setzen, unterscheiden sich die Wahlaufrufe der beiden Teams nicht wesentlich.

Beide treten etwa für den Erhalt der ärztlichen Freiberuflichkeit und ein System der Kostenerstattung ein und halten die Distanz zu den ärztlichen Körperschaften hoch.

Grauduszus und seine Mitstreiter setzen auf "die Verweigerung jeglicher Umarmungsstrategien durch die ärztlichen Körperschaften und Vereinnahmung durch andere Verbände".

Dietrich und sein Team postulieren die "politische Unabhängigkeit von den ärztlichen Körperschaften in Kammer und KV".

Grauduszus wirbt darüber hinaus bei den FÄ-Mitgliedern um Unterstützung seiner inhaltlichen Ziele, für Kontinuität und das Mandat für die Fortführung der bisherigen Arbeit.

Dietrich dagegen tritt für einen "konstruktiven Neuanfang" an und hebt die Notwendigkeit von Veränderungen in der Verbandsarbeit und Außendarstellung hervor. (iss)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Vor KBV-Vertreterversammlung und Hausärztetag

„Respektlos, unanständig, skurrile Sicht“: Ärzte-Vertreter kritisieren Kanzler Merz

Auswirkungen auf ambulante Versorgung

MEDI-Umfrage: Vertragsärzte warnen vor Folgen der Rotstift-Politik

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Risikofaktoren im Blick

So spüren Sie eine Post-Stroke-Depression auf

Lesetipps
Eine Impf-Spritze liegt auf einem Impfpass.

© Andreas Gruhl / stock.adobe.com

Orientierung für die Impfpraxis

Impfen bei Immundefizienz: Worauf es ankommt