Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Starkes Signal der Hausärzte

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Nein - es war nicht so, wie insgeheim manch' ein Politiker und Kassenvertreter zuvor gehofft hatte. Es werde nur ein laues Lüftchen durch die Nürnberger Arena wehen. Tatsächlich brachte der Sturm der Empörung von fast 8000 Kollegen über schlechte Arbeitsbedingungen, unzureichende Honorare und mangelnde Vertretung durch die KV die Stimmung zum Kochen - einmalig in der Geschichte der Ärzteschaft.

Die schlechteste Antwort auf einen solchen Protest wäre, auf Zeit zu spielen, um zu sehen, wie viele Hausärzte nun tatsächlich ihre Zulassung zurückgeben werden. Nach diesem Mittwoch steht fest, dass ein großer Teil der bayerischen Hausärzte offenbar dazu fest entschlossen ist.

Der Protest von Nürnberg ist nach den eher ruhigeren Tönen, die der Hausärzteverband vor zwei Jahren angeschlagen hat, eine Demonstration der Stärke - nach außen und nach innen. Zum einen richtet er sich gegen Politiker und Kassen und zum anderen gegen das KV-System. Und hier wollen Hausärzte mehr Chancen haben.

Wenn sich die Fronten in Bayern verhärten, wäre dies möglicherweise fatal für die gesamte primärärztliche Versorgung in Deutschland. Auswirkungen hätte dies auch für diejenigen, die etwa in Baden-Württemberg akribisch an der Architektur einer neuen ambulanten Versorgung ohne KV-Beteiligung arbeiten.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Bis zu 30.000 Euro für den Wechsel in die Niederlassung

KV Saarland kämpft mit neuer Förderkulisse gegen Praxissterben

Kommentare
Dr. Wolfgang Bensch 01.02.200813:13 Uhr

Da kochte nichts in Nürnberg

Da war eiskalte Entschlossenheit, einen als richtig erkannten Weg weiter zu beschreiten.

Die "Beifallsstürme" signalisierten Zustimmung der Basis und zugleich Dank an diejenigen, die an der Spitze stehend so manchen Kampf auszufechten haben - nicht zuletzt mit den eigenen Mitgliedern, die manchmal eine andere Meinung haben.

NÜRNBERG brachte die Zustimmung der Basis zu dem Vorgehen, was zuvor in den Führungszirkeln erarbeitet worden war.

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Fünf Säulen der Behandlung

COPD: Das empfiehlt die aktualisierte Leitlinie

Lesetipps
Eine ältere Dame erhält eine Impfung in den Oberarm.

© Anchiy / Getty Images / iStock

Übersicht

Impfungen gegen Atemwegserreger: Das sind die aktuellen Empfehlungen

Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!