Zentrenbildung

Streit zwischen Kassen und Kliniken

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft wirft den Krankenkassen eine Blockadehaltung bei der Zentrenbildung vor. Der GKV-Spitzenverband sowie der PKV-Verband hatten vor wenigen Tagen angekündigt, den Vertrag zur Finanzierung von Zentren zu kündigen.

"Die Kündigung dieses mithilfe der Schiedsstelle zustande gekommenen Vertrages steht im krassen Widerspruch zu der von den Krankenkassen immer wieder geforderten Zentralisierung komplexer Krankenhausleistungen", kommentiert DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum das Vorgehen beider Verbände. Die Schiedsstellenvereinbarung sei das Ergebnis einer ausgewogenen Kompromissfindung. Die im Gesetz vorgesehenen besonderen Aufgaben für die Zentren seien in der Vereinbarung konkretisiert worden. Die Behauptung der Kassen, die Voraussetzungen für die Anerkennung als Zentrum seien mit der Vereinbarung gesenkt worden, träfen nicht zu, so die DKG. Der überwiegende Teil der Konkretisierungen stamme sogar aus dem Forderungskatalog der Kassen.

Der GKV-Spitzenverband hatte die Kündigung mit dem Hinweis gerechtfertigt, dass die Festlegungen der Bundesschiedsstelle nicht dem Sinn des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) gerecht werde. Nach Auffassung der Schiedsstelle reiche es aus, dass eine Klinik in der Krankenhausplanung als Zentrum ausgewiesen werde, ohne dass es weitere strukturierende Elemente gebe. Mit dem KHSG habe der Gesetzgeber aber die heterogene Zentrumslandschaft in Deutschland vereinheitlichen und auf versorgungspolitisch relevante Krankheitsbilder konzentrieren wollen. Das sieht der GKV-Spitzenverband durch die Schiedsvereinbarung nicht gewährleistet.(chb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie ticken Menschen mit Autismus, Professorin Freitag?

Lesetipps
Ein Impfbuch.

© Axel Bueckert / stock.adobe.com

Robert Koch-Institut

Impfkalender für 2026: Die Neuerungen im Überblick

Männer spielen Beachvolleyball

© LuneVA/peopleimages.com / stock.adobe.com

Interview mit Physiotherapeutin

Bewegung bei Nackenschmerzen: Welcher Sport ist der richtige?