Kommentar

Studium ohne Zwang

Von Rebecca Beerheide Veröffentlicht:

Bei der Novellierung der Approbationsordnung haben sich Fachgesellschaften, Hochschulen und Studentenvertreter bei zwei Fragen verbissen: Wie viel Mobilität wird den Studenten im PJ zugestanden? Und: Wird es für die Nachwuchsmediziner zur Pflicht, ein PJ-Terzial in der Allgemeinmedizin zu verbringen?

In der Diskussion haben sich für beide Fragen unterschiedliche Allianzen gefunden: Während bei der PJ-Mobilität die Studentenvertreter Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr auf ihrer Seite haben, stellen sich die 36 Medizin-Fakultäten gemeinsam mit den Bundesländern dagegen.

Bei der Frage eines Pflichtterzials in der Allgemeinmedizin fürchten die Studenten den Wegfall ihrer Wahlfreiheit, die Fachgesellschaften den Nachwuchsmangel. Die Bundesländer sind auf der Seite der DEGAM, da sich die Länderminister um den Hausärztemangel in ihren ländlichen Regionen sorgen.

So unterschiedlich die Interessenslagen derzeit sind, alle Gruppen werden sich aufeinander zu bewegen müssen. Junge, mobile Menschen wünschen sich mehr Flexibilität im Studium. Und die Allgemeinmedizin benötigt junge motivierte Ärzte - nicht solche, die aus Zwang ins Fach gekommen sind.

Lesen Sie dazu auch: Kultusminister machen sich an die Approbation

Mehr zum Thema

Treffen wird vorgezogen

Bund und Länder beraten am Dienstag über Anti-Corona-Regeln

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Bei aggressiven Patienten hilft nur Deeskalation: Dabei sollten die MFA ruhig, aber bestimmt Grenzen setzen.

© LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Tipps

Die richtige Kommunikation mit schwierigen Patienten

Die Gesundheitsministerkonferenz will mehr Gelegenheiten für das Corona-Impfen schaffen – so auch in Apotheken.

© ABDA

GMK-Beschluss

Gesundheitsminister wollen Corona-Impfungen in Apotheken

Trauer über den Verlust des Babys: 0,62 Prozent der Klinikgebärenden ohne COVID-19 hatten in den USA von März 2020 bis September 2021 eine Totgeburt. Bei Gebärenden mit COVID waren es 1,26 Prozent. (Symbolbild mit Fotomodell)

© thodonal / stock.adobe.com

Corona-Studien-Splitter

Was CureVacs Corona-Impfstoff von BioNTechs unterscheidet