Arzneimittelversorgung

TK: Von Lieferengpässen im Generikamarkt keine Spur

Kontinuierlicher Produktnachschub insbesondere im patentfreien Arzneimittelmarkt ist ein Indikator, dass Kostendämpfung hier nicht über die Stränge schlägt.

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Mainz. Meldungen über Arzneimittelengpässe werden unnötig dramatisiert, so die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz. Rational betrachtet, seien derzeit „fast 99 Prozent der Medikamente sofort verfügbar“. Der aktuelle „Lieferklimareport 2025“ der größten deutschen Ersatzkasse belegte eine „zuverlässige Generika-Versorgung“.

Demnach entfaltet auch das Lieferengpassbekämpfungsgesetz (ALBVVG), verabschiedet im Juli 2023, mittlerweile Wirkung. So listete etwa die Engpassdatenbank des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) im Oktober vorigen Jahres „nur noch 35 von rund 1.500 antibiotischen Präparaten als lieferunfähig – vor dem Inkrafttreten des ALBVVG waren es 166“. Von den bundesweit rund 83.000 für die GKV relevanten Arzneimitteln seien 98,9 Prozent prompt in den Apotheken zu bekommen. Für weitere 0,8 Prozent gebe es gleichwertige Alternativen.

TK-Landeschef Jörn Simon betont, dass Rabattverträge, anders als „häufig von verschiedenen Akteuren in den Medien behauptet“, zu Lieferengpässen beitragen. Das Gegenteil sei der Fall. Simon: „Rabattverträge sichern den Herstellern indirekt die Abnahme der Arzneimittel zu und geben deshalb Planungssicherheit. Lieferengpässe spielen sich tatsächlich fast doppelt so oft im rabattfreien Markt ab.“ So gesehen seien Rabattverträge „Teil der Lösung und sollten zu Lieferverträgen weiterentwickelt werden“. (cw)

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