Vivantes

Tarifstreit spitzt sich zu

Die Fronten im Tarifstreit bei Vivantes verhärten sich: Der Klinikkonzern stellt jetzt klar, nicht einlenken zu wollen - auch wenn die Urabstimmung unter den Ärzten läuft.

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BERLIN. Der kommunale Klinikriese Vivantes in Berlin zeigt kein Verständnis für das Verhalten der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) im Tarifstreit.

Personalgeschäftsführer Christian Friese bezeichnete es als "nicht nachvollziehbar", dass die Gewerkschaft jetzt eine Urabstimmung über einen Ärztestreik an den neun Vivantes-Akutkliniken gestartet hat.

Der Konzern hat nach seinen Angaben bei der Gehaltssteigerung mehr als fünf Prozent angeboten. "Das ist die Schmerzgrenze", so Friese. Außerdem seien 30 Tage Urlaub zugesagt.

Vivantes will keinen "Streik zulasten der Patientenversorgung"

Friese wirft der Ärztegewerkschaft vor, sie wolle von ihrem Gesamtpaket nicht abrücken, "auch nicht, wenn das auf Kosten aller anderen Beschäftigten im Unternehmen geht".

Das Forderungspaket umfasst nach seiner Darstellung über neun Prozent Gehaltssteigerung und verursache Kosten von rund 13 Millionen Euro.

"Ich fordere den Marburger Bund auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und in der jetzigen Situation keinen Streik zulasten der Patientenversorgung zu beginnen", so Friese.

Indes schätzt der MB die Streikbereitschaft der Vivantes-Ärzte hoch ein. Besondere Forderungen vertritt die Gewerkschaft für Assistenzärzte im letzten Weiterbildungsjahr und für langjährige Oberärzte. Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern auch um Anerkennung und Arbeitsentlastung.

Die Urabstimmung dauert zwei Wochen. Das Ergebnis wird am 2. Juni feststehen. (ami)

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