Berlin

Tarifverhandlungen bei Vivantes gescheitert

Dem Berliner Klinikkonzern Vivantes steht ein Streik ins Haus. Denn der Marburger Bund hat die Tarifverhandlungen am Montag für gescheitert erklärt. Eine Urabstimmung soll nun über Kampfmaßnahmen entscheiden.

Veröffentlicht: 13.05.2014, 13:34 Uhr

BERLIN. Die Tarifverhandlungen für die Ärzte beim kommunalen Berliner Klinikriesen Vivantes sind gescheitert. Das teilte der Marburger Bund (MB) nach der fünften Verhandlungsrunde mit. In einer Urabstimmung sollen die Mitglieder der Ärztegewerkschaft nun über einen Streik entscheiden.

"Ein Streik ist von uns nicht gewollt", so der Berliner MB-Vorsitzende Dr. Peter Bobbert. Nach seinen Angaben hat die Gewerkschaft große Zugeständnisse gemacht, um ihre Kernforderung durchzusetzen. Dabei geht es darum, dass für Fachärzte mit viel Berufserfahrung eine zusätzliche Entgeltstufe geschaffen wird.

"Leider zeigt die Vivantes Geschäftsleitung trotz unseres Entgegenkommens aber bis heute keinerlei Gesprächsbereitschaft zu diesem Punkt", so Bobbert weiter. Offensichtlich habe der Warnstreik vom 30. April nicht ausgereicht, so der MB Landesverband.

Die Gewerkschaft fordert, dass die Vivantes-Ärzte die gleichen Arbeitsbedingungen und -entgelte erhalten wie die Ärzte an knapp 600 kommunalen Krankenhäusern bundesweit. Neben der Anhebung der Tarifgehälter und der Schaffung neuer Entgeltstufen für erfahrene Fachärzte und für Assistenzärzte im sechsten Weiterbildungsjahr fordert der MB auch verbesserte Arbeitsbedingungen.

Dazu zählen vor allem 30 Tage Urlaub für Assistenzärzte und Entlastung bei den Diensten für die älteren Ärzte. Mit diesen Forderungen will die Gewerkschaft Nachwuchsmangel und Fluktuation begegnen.

Vivantes hat laut MB bislang nur eine stufenweise Erhöhung der Tarifgehälter angeboten. Ab April sollten die Gehälter demnach um 2,9 Prozent, ein Jahr später um weitere 2,3 Prozent steigen. Die Bereitschaftsdienstentgelte sollten jeweils zum 1. Juli um diesen Satz angehoben werden. Der vorherige Tarifvertrag endete am 31. Dezember 2013. (ami)

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