Kommentar

Techniker Kasse - Bahrs Liebling

Florian StaeckVon Florian Staeck Veröffentlicht:

Diesen Tag streicht sich Gesundheitsminister Daniel Bahr rot im Kalender an: Seit Monaten hat er Krankenkassen, die auf dicken Finanzpolstern sitzen, gedrängt. Sie sollen, bitteschön, ihre Mitglieder am konjunkturbedingten Geldsegen teilhaben lassen und Prämien ausschütten.

Ebenso unermüdlich haben Kassenmanager verzweifelt nach Wegen gesucht, mit halbwegs sinnvollen Satzungsleistungen ihre Beitragsmillionen unters Versichertenvolk zu bringen.

Offensichtlich sind der Techniker Krankenkasse - auch angesichts des Drucks vom Bundesversicherungsamt (BVA) - die guten Argumente gegen eine Prämie ausgegangen.

Die Ankündigung, ab Anfang 2013 Geld auszuzahlen, wird den Druck auf andere Kassen mit hohen Überschüssen steigen lassen, es der TK gleichzutun.

Der dreistellige Millionenbetrag, der nun für die Prämie fällig wird, tut der Kasse angesichts ihres Finanzpolsters nicht weh. Viel wichtiger für die TK und andere Kassen mit "günstiger" Versichertenstruktur ist, dass Minister Bahr eine Reform des internen Kassenausgleichs (Morbi-RSA) per Anweisung an das BVA vom Tisch geräumt hat.

Denn diese Reform hätte die TK richtig Geld gekostet, AOK und Co. wären dabei die Gewinner gewesen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: TK denkt um: Prämien fürs Volk

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Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 19.09.201211:46 Uhr

Was für ein Eiertanz!

Was alles angestellt wird, um einen Minister bei Laune zu halten? Doch die einzig rationale und zugleich ehrliche Konsequenz aus Milliardenüberschüssen im Gesundheitsfonds und bei den Krankenkassen ist und bleibt die S e n k u n g des GKV-Beitragssatzes von derzeit 15,5 Prozent! Das würde Arbeitskosten verringern, a l l e Arbeitgeber und Arbeitnehmer entlasten und den Konjunkturauftrieb erhalten. Aber diese Koalition kann sich ja nur bei schwarz-gelben Fußballspielen feiern lassen. Soll sich doch die Bundesarbeitsministerin und Kollegin Dr. med. Ursula von der Leyen an Rentenproblematik und Altersarmut abarbeiten. Der Rest der Koalition betreibt Nabelschau.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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