98 Prozent

Thema Pflege "geht alle an"

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BERLIN. Das Thema Pflege ist in der deutschen Gesellschaft angekommen: 98 Prozent der Befragten einer aktuellen Umfrage gaben an, Pflege sei ein Thema, "das alle angeht".

82 Prozent erachten die Pflege sogar als "eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft".

Das Bundesgesundheitsministerium hatte die repräsentative Studie in Auftrag gegeben; infratest dimap befragte für die Studie "Was bedeutet Pflege für Deutschland?" 1003 Teilnehmer über 18 Jahren.

Die Ergebnisse zeigen, dass die persönliche Bedeutung des Themas keinesfalls vom Alter des Befragten abhängt: So gaben bei den über 60-Jährigen 66 Prozent an, dass ihnen die Pflege als Thema "sehr wichtig/eher wichtig" sei, doch auch bei den 18- bis 29-Jährigen waren es 61 Prozent.

Rund drei Viertel (74 Prozent) seien aktuell aber nicht von der Thematik betroffen - weder selbst noch durch pflegebedürftige Angehörige in der Familie.

Fünf Prozent finden: Gesetz unzureichend

Das Pflegestärkungsgesetz, zu dem 30. September eine Expertenanhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages stattfinden wird, werten 77 Prozent der Befragten als "Schritt in die richtige Richtung", 16 Prozent sehen es sogar als "deutliche Verbesserung".

Nur fünf Prozent stufen das Gesetz, das unter anderem den Ausbau der bisher drei Pflegestufen zu fünf Pflegegraden vorsieht, als "unzureichend" ein.

Ab 2017 sollen fünf Milliarden Euro zusätzlich im Jahr für die Pflege bereitstehen. Der Zukunft blicken die Befragten der aktuellen Studie auch durchaus optimistisch entgegen: 26 Prozent gehen davon aus, dass sich die Versorgung von Pflegebedürftigen in fünf Jahren eher gebessert haben wird, in 20 Jahren sehen sogar 36 Prozent eine Besserung.

Nur 15 Prozent gehen davon aus, dass sich die Situation in fünf Jahren verschlechtert haben wird; auf lange Frist gehen davon nur 24 Prozent aus. (jk)

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