Leitartikel

Transplantationsskandal: Zeit für die Imagepflege

Mehr Marketing und verbesserte Abläufe in den Kliniken: Der Gesetzgeber stemmt sich gegen die Erosion der Organspendezahlen. Die Selbstverwaltung und ihre Institutionen folgen erst ganz allmählich. Die Umsetzung des novellierten Transplantationsgesetzes wird kein Selbstläufer.

Von Anno FrickeAnno Fricke Veröffentlicht:
In solchen Boxen werden Spenderorgane transportiert. Derzeit sind sie weniger oft im Einsatz.

In solchen Boxen werden Spenderorgane transportiert. Derzeit sind sie weniger oft im Einsatz.

© dpa

Die Vertreter der Deutschen Stiftung Organtransplantation sind nicht schuld an den Skandalen der Transplantationsmedizin, die in jüngerer Zeit ans Licht gekommen sind.

Ihre Aufgabe ist es, die Entnahme von Organen in den rund 1300 Entnahmekrankenhäusern in Deutschland zu organisieren. Sie haben also nichts damit zu tun, wer welchem Empfänger wann welches Organ zugedenkt und einpflanzt. Also auch nicht damit, welchen Platz auf der Warteliste ein möglicher Organempfänger einnehmen darf.

Gleichwohl wird die DSO in der Öffentlichkeit mit den Folgen der wohl auch mit krimineller Energie vorgetragenen Manipulationen einzelner Operateure und ihrer möglichen Helfer in Verbindung gebracht. Sie ist die Überbringerin der schlechten Nachricht. Die lautet: Im Oktober ist die Zahl der Spender eingebrochen. Der Grund: Das Vertrauen in das System der Organzuteilung sinkt ...

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