25 Jahre

Traumaregister hat Schwerverletztenversorgung verbessert

25 Jahre TraumaRegister DGU® – die Versorgung von Schwerverletzten hat sich seither verbessert.

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BERLIN. In Deutschland profitieren durchschnittlich 30.000 Schwerverletzte pro Jahr von der Traumaregister-Forschung. Das TraumaRegister DGU® (TR-DGU) der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) erfasst nahezu komplett alle Schwerverletzten in Deutschland.

Damit stehen der DGU epidemiologisch verlässliche Daten zur Versorgung und zum Behandlungsergebnis dieser Patienten zur Verfügung, teilt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) mit. Das TR-DGU existiert seit nunmehr 25 Jahren.

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Der Unfallchirurg“ des Springer Medizin Verlages widmet sich dem Jubiläum mit sechs Fachbeiträgen (Der Unfallchirurg 10/2018).

Die Daten sind Kernstück der nationalen Qualitätssicherung in der Schwerverletztenversorgung. Zudem ermöglicht das TR-DGU intensive Forschungsarbeiten: Mit Ergebnissen, die einen Überlebensvorteil bieten, werden Diagnostik und Therapie kontinuierlich verbessert.

Über 300 Publikationen sind in den vergangenen 25 Jahren von forschenden Orthopäden und Unfallchirurgen auf der Grundlage der TR-DGU-Daten veröffentlicht worden.

Darunter fallen Forschungsergebnisse, die einen wegweisenden Einfluss auf die Weiterentwicklung von Behandlungskonzepten hatten.

Spuren in Leitlinien und Klinikalltag

Diese wurden in die Versorgungsleitlinien und Empfehlungen der DGU aufgenommen. – beispielsweise in die S3-Leitlinie Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung und das Weißbuch Schwerverletztenversorgung. Sie sind Handlungsgrundlage für Ärzte aus über 650 Traumazentren der Initiative TraumaNetzwerk DGU®.

Ein gutes Beispiel dafür ist laut DGOU die Erforschung der Rolle der Ganzkörper-Computertomographie (CT) bei der Schockraum-Diagnostik, also bei den ersten Untersuchungen, sobald der Schwerverletzte nach seiner Rettung in der Klinik eingetroffen ist.

Forscher fanden heraus, dass Patienten, bei denen ein Ganzkörper-CT durchgeführt wurde, häufiger lebend die Klinik verlassen als Patienten, bei denen darauf verzichtet wurde.

Daraus resultiert die Weißbuch-Empfehlung, den CT-Scanner in unmittelbarer Nähe zum Schockraum aufzustellen. Heutzutage liegt in durchschnittlich 22 Minuten nach Eintreffen des Patienten ein Ganzkörper-CT vor – vor zehn Jahren dauerte das noch über eine halbe Stunde.

„Das spart wertvolle Zeit. Innere Verletzungen wie Blutungen, die wir von außen nicht exakt lokalisieren können, können wir mit dem Ganzkörper-CT schneller erkennen und behandeln“, so Professor Gerrit Matthes, Leiter der DGU-Sektion Notfall- und Intensivmedizin, Schwerverletztenversorgung und Chefarzt der Unfallchirurgie und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam. (eb/ikr)

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