Evidenz

Tübingen wird erster deutscher Cochrane-Standort für Komplementärmedizin

Alternativmedizin erfreut sich anhaltender Beliebtheit. Verfügbare Evidenz systematisch zusammenzufassen, hat sich die Cochrane-Community auf die Fahne geschrieben. Jetzt themenspezifisch auch von Deutschland aus.

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Tübingen. Was bringen komplementärmedizinische Verfahren? Dazu wird bereits an der Medizinischen Fakultät der Uni Tübingen und am Stuttgarter Bosch Health Campus geforscht. Nun sind beide Einrichtungen in das internationale Cochrane-Complementary-Medicine-Netzwerk aufgenommen worden und bilden damit dessen erste Dependance in Deutschland.

Die Leitung obliegt Holger Cramer, der seit drei Jahren in Tübingen eine Professur zur Erforschung komplementärmedizinischer Verfahren inne hat. „Mit der Gründung von Cochrane Complementary Medicine Germany schaffen wir eine Plattform, um die Forschung in diesem Bereich zu stärken und wissenschaftliche Erkenntnisse für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, so Cramer. Weitere Cluster des Cochrane-Netzwerks zur Komplementärmedizin gibt es in den USA, China, Korea und der Schweiz.

In Tübingen und Stuttgart werden klinisch zunächst Fragestellungen wie „Yoga bei Diabetes, Akupunktur bei Spannungskopfschmerz und Echinacea in der Vorbeugung von Infekten“ bearbeitet. Zudem soll hier unter anderem die Forschungsmethodik auf dem Gebiet der Komplementärmedizin weiterentwickelt werden. (cw)

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