World Health Summit

UN-Bericht: Gesundheitslage von Frauen und Kindern hat sich verschlechtert

UN-Bericht zeichnet dramatisches Bild: Die Errungenschaften für die Gesundheit und Zukunftsperspektiven von Kindern sind seit 2020 rückläufig.

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Berlin. Laut einem aktuellen UN-Bericht hat sich die Gesundheitslage von Kindern und Frauen weltweit verschlechtert. Die Auswirkungen von COVID-19, bewaffneten Konflikten und der Klimakrise haben demnach „verheerende Konsequenzen“ für die Zukunftsperspektiven von Frauen, Kindern und Jugendlichen.

Der Bericht „Protect the Promise“ wurde vom Hilfswerk Unicef, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und weiteren Akteuren bei der internationalen Konferenz „World Health Summit“ am Dienstag in Berlin vorgestellt. Laut den Ergebnissen sind „Errungenschaften in nahezu allen wichtigen Lebensbereichen für Kinder rückläufig“. Seit 2020 hätten Hunger, Kinderehen, Risikofaktoren für häusliche Gewalt sowie Depressionen und Angstzustände bei Jugendlichen zugenommen.

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Den Angaben zufolge erhielten 2021 schätzungsweise 25 Millionen Kinder gar keinen oder keinen ausreichenden Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis – sechs Millionen mehr als im Jahr 2019. Dies sei der stärkste Rückgang seit Jahrzehnten. Zugleich hätten Millionen Kinder während der Pandemie nicht zur Schule gehen können. Viele seien mehr als ein Jahr von Schulschließungen betroffen gewesen. Rund 80 Prozent der Kinder in 104 Ländern und Gebieten mussten so laut UN-Angaben Lernausfälle in Kauf nehmen.

Unicef-Exekutivdirektorin Catherine Russell kritisierte, dass hart erkämpfte Fortschritte zunichtegemacht worden seien. „Wir stehen dem jedoch nicht machtlos gegenüber, sondern haben die Möglichkeit, dies zu ändern.“ Russell forderte Investitionen in „widerstandsfähige, grundlegende Gesundheitssysteme“. Routineimpfungen müssten wieder angekurbelt werden. Zudem sei es wichtig, das Gesundheitspersonal zu stärken. (KNA)

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