Gesundheitspolitik international

US-Ministerkandidat hat Steuerprobleme

Veröffentlicht:

WASHINGTON (dpa). Ein zweiter Minister-Kandidat von Barack Obama hat Steuerprobleme und muss noch auf eine Bestätigung durch den Senat warten.

Nach Medienberichten hat Tom Daschle (61), der Gesundheitsminister werden soll, umgerechnet knapp 100 000 Euro an Steuern für einen Zeitraum von drei Jahren nicht bezahlt, als sie fällig waren, und die meisten Schulden erst kurz vor Beginn des Bestätigungsverfahrens im Senat beglichen.Ein Sprecher des Weißen Hauses zeigte sich jedoch überzeugt davon, dass die Kongresskammer grünes Licht für Daschles Berufung geben wird. Er sei der "richtige Mann" für den Posten.

Das Bekanntwerden von früheren Steuerschulden hatte zuvor auch die Bestätigung von Timothy Geithner als Finanzminister verzögert. Er hat allerdings inzwischen die Hürde im Senat genommen und sein Amt angetreten.Unbesetzt ist auch noch der Posten des Handelsministers, nachdem der ursprünglich dafür nominierte Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, den Rückzug erklärt hatte. Nach Medienberichten vom Samstag erwägt Obama, den Republikaner Judd Gregg (61) mit dem Amt zu betrauen.

Er wäre nach Verteidigungsminister Robert Gates der zweite Vertreter der konservativen Partei in Obamas Kabinett.Nach Medienberichten blieb Daschle unter anderem Steuern für eine Beratertätigkeit schuldig sowie für die Nutzung eines Luxusautos samt Chauffeur, was ihm sein Arbeitgeber - ein persönlicher Freund - zur Verfügung gestellt hatte.

Nach Angaben der "Washington Post" teilte Daschle dem für seine Bestätigung zuständigen Finanzausschuss mit, dass die aus seiner Arbeit als Berater resultierenden Schulden auf einen Tippfehler auf einem Formular zurückzuführen seien. Was den Fahrservice betreffe, habe er zunächst irrtümlich geglaubt, dass dafür keine Steuerpflicht bestehe, sich dann nach Einsicht seines Fehlers aber selbstverständlich zur "Korrektur" entschlossen.

Mehr zum Thema

Zukunft der Telemedizin

EU-Rechnungshof: 5G wie Op am offenen Herzen

Pandemie global

SPD-Fraktion für lokale Impfstoffproduktion

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Quo vadis? Im Bundestag steht eine Orientierungsdebatte zum Thema allgemeine Corona-Impfpflicht an.

© Kay Nietfeld/dpa

Orientierungsdebatte

Bundestag klopft das Thema allgemeine Impfpflicht ab