Kommentar – Laumanns Rundumschlag

Umtriebiger Landesminister

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Karl-Josef Laumann ist ein Mann der klaren Worte. Als überzeugter Westfale lasse er sich nicht gerne auf der Nase herumtanzen, sagte der NRW-Gesundheitsminister beim Gesundheitskongress des Westens.

Laumann scheint dabei ganz und gar unideologisch: Denn er zielt einerseits auf die Beharrungskräfte im eigenen Bundesland, nimmt aber auch Entwicklungen auf Bundesebene ins Visier.

Ein Beispiel ist das „Faire-Kassenwahl-Gesetz“, das sein CDU-Kollege, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Montag vorgestellt hat. Eine Bundes-AOK könne sich Spahn „von der Backe putzen“, so Laumann. Noch ein Beispiel: die NRW-Klinikreform. Den seit 20 Jahren bestehenden Stillstand bei der Klinikplanung will er brechen.

Beispiel Gematik: Es sei richtig, dass Jens Spahn die Telematik im Handstreich übernommen habe. Beispiel GBA: Es sei völlig inakzeptabel, dass Beschlüsse der Regierung vom GBA nicht fristgerecht umgesetzt werden.

Wer Laumann kennt, weiß, dass er mit seinen Ankündigungen ernst macht. Nach seinem Intermezzo als Patienten- und Pflegebeauftragter auf Bundesebene hat Laumann jetzt einen klareren Blick auf die Dinge. Er will Machtstrukturen aufbrechen, im Bund und im Land. Da kennt er weder Freund noch Feind.

Lesen Sie dazu auch: Laumanns Rundumschlag: „Eine Bundes-AOK kann er sich von der Backe putzen“

Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Alexander Baasner und Dr. Stefan Spieren (v.l.) haben die Idee der Digitalen Hausärztlichen Versorgungsassistenten (DIHVA) entwickelt.

© Digitales Facharzt- & Gesundheitszentrum

Neues Berufsbild

Bürger als Assistenten: Hausarzt entwickelt Idee der DIHVA

Patient bei einer Videosprechstunde mit Ärztin

© AJ_Watt / Getty Images / iStock

Digitale Gesundheitsanwendungen

DiGA oder doch lieber App?