Vorfälle häufen sich

Unionsfraktion im Bundestag befragt Regierung zu Gewalt gegen Klinikpersonal

Angriffe gegen das Personal in Krankenhäusern scheinen zuzunehmen. Die Abgeordneten von CDU und CSU nehmen Medienberichte zum Anlass, von der Regierung nähere Informationen einzufordern.

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Berlin. Ärztinnen, Ärzte und das Pflegepersonal in Krankenhäusern sehen sich Medienberichten zufolge zunehmend gewaltsamen Attacken ausgesetzt.

Aufsehen erregte zuletzt ein Fall in der Sana-Klinik in Berlin-Lichtenberg. In der Silvesternacht griffen drei Männer einen Arzt und einen Pfleger an und traktierten sie mit Faustschlägen.

Das UKE in Hamburg hat einen Anstieg von elf gewaltsamen Angriffen im Jahr 2021 auf 34 im Jahr 2022 und 70 im vergangenen Jahr notiert. Bei Rettungseinsätzen werden auch Sanitäter Ziele von Attacken.

Union: Arbeitsplätze drohen unattraktiv zu werden

Die Unions-Fraktion im Bundestag will nun von der Bundesregierung wissen, welche Informationen ihr zur Gewalt gegen medizinisches Personal vorliegt und wie sich die Zahl der Angriffe auf medizinisches Personal in Kliniken in den vergangenen 14 Jahren entwickelt hat.

Zudem wollen die Abgeordneten unter anderem wissen, welche Programme zur Gewaltprävention die Regierung unterstützt, ob Patientensteuerung Gewaltvorfälle vermeiden helfen kann und ob eine Verschärfung des Strafrechts vorgesehen ist.

In der Begründung der Kleinen Anfrage machen die Abgeordneten darauf aufmerksam, dass diese Straftaten die Arbeitsplätze in Kliniken und vor allem die in den Notaufnahmen für das dort tätige Personal unattraktiver machen. Zudem werde der medizinische Nachwuchs angesichts sich häufender Vorfälle abgeschreckt. (af)

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