Berufspolitik

VWeiterbildung zum Hausarzt: Lob für KoStA

Berlins Gesundheitsstaatssekretärin Demirbüken-Wegner freut sich, dass die Koordinierungsstelle (KoStA) jetzt startklar ist.

Von Angela MisslbeckAngela Misslbeck Veröffentlicht:
Pro KoStA: Emine Demirbüken-Wegner.

Pro KoStA: Emine Demirbüken-Wegner.

© Sven Simon / imago

BERLIN. Nach den meisten anderen Bundesländern hat auch Berlin nun eine Koordinierungsstelle für die allgemeinmedizinische Weiterbildung (KoStA), an der Landesärztekammer, Kassenärztliche Vereinigung und Landeskrankenhausgesellschaft (LKG) der Hauptstadt zusammenwirken.

Jedoch musste in der Hauptstadt die Politik eingreifen, um die Akteure auf die Zielgerade zu bringen.

"Es ist in den vergangenen Jahren den Beteiligten nicht immer leicht gefallen, sich darüber zu verständigen, in ein und demselben Boot zu sitzen und gemeinsam in eine Richtung zu rudern", sagte Gesundheitsstaatssekretärin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) der "Ärzte Zeitung".

Sie wertet es als "persönlichen Erfolg, dass die anfänglich vorhandenen Ressentiments und Stolpersteine bei dem einen oder anderen weggeräumt und in einen konstruktiven Dialog mit Ergebnisorientierung umgemünzt werden konnten".

Die KoStA betrachtet Demirbüken-Wegner als "wichtigen Schritt für eine zukunftssichere allgemeinmedizinische Weiterbildung".

Die Staatssekretärin appellierte nochmals an alle Beteiligten, ihre Partikularinteressen zurückzustellen.

Konsens vorausgesetzt

"Die Herausforderungen der medizinischen Versorgung in Berlin lassen sich nur bewältigen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die KoStA ist ein hervorragendes Beispiel für diese Zusammenarbeit", sagte sie.

Die KoStA Berlin soll künftig erster Ansprechpartner bei Fragen der allgemeinmedizinischen Weiterbildung sein.

Sie ist bei der Ärztekammer angesiedelt. Jede Trägerorganisation finanziert ein Drittel der Kosten. Die Kammer übernimmt zusätzlich die Kosten der Angestellten mit einer halben Stelle.

Im vergangenen Jahr wollten Kammer und KV die KoStA zunächst ohne Krankenhausgesellschaft starten. Mit der LKG Berlin kam es zu keiner Einigung über die Beschlussfassung.

Nun ist verabredet, dass die Beschlüsse im KoStA-Beirat einstimmig gefasst werden. Das war eine Forderung der LKG, die aber offenbar der KV nicht gefallen hat.

"Die Kammer hatte mit dieser Forderung nie ein Problem", teilte Kammersprecher Sascha Rudat auf Nachfrage der "Ärzte Zeitung" mit.

"Die Einstimmigkeit setzt natürlich ein hohes Maß an Konsensbildung voraus. Wir sind aber sicher, dass wir diese durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der drei Partner erreichen werden", so Rudat.

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