Direkt zum Inhaltsbereich

Streik an der Charité

Verdi fordert Streichung von Betten und OPs

Wieder haben Pflegekräfte an der Charité gestreikt. Die DKG und die Klinik selbst schalten auf stur.

Veröffentlicht:

BERLIN. Von Verständnis keine Spur – das liest sich aus der offiziellen Reaktion der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) auf den eintätigen Aktionsstreik der Pflegekräfte der Charité, initiiert von der Gewerkschaft Verdi, heraus. "Die Gewerkschaft muss sich fragen lassen, mit welchem Personal die Kliniken denn die geforderten Stellen besetzen sollen", brüskierte sich DKG-Chef Georg Baum. Auch der ärztliche Direktor der Charité, Professor Ulrich Frei, zeigte vor dem Hintergrund zusätzlich geschaffter Stellen kein Verständnis für die Streikaktion.

Verdi hatte am Dienstag erneut zum Streik aufgerufen, um auf die desolaten Arbeitsbedingungen für Pfleger im neuen OP-Trakt in Mitte und auf die grundsätzliche Überlastung Pflegender hinzuweisen. Nach Angaben von Verdi-Gesundheitsfachmann Kalle Kunkel wurden im Zuge des Streiks die OP-Kapazitäten in Mitte auf Notfallversorgung umgestellt. Auch an den Häusern in Steglitz und Wedding kam es zu Kürzungen. "Wir fordern einen konsequenteren Umgang der Charité mit den Überlastungen", erklärte Kunkel im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". Denkbar sind dem Verdi-Sprecher zufolge Kürzungen bei der Anzahl der Operationen entsprechend dem Personalschlüssel sowie Sperrungen von Betten. Die Politik ziehe sich aus der Verantwortung, indem sie mit der jüngsten Gesetzgebung Personalbesetzungen in pflegeintensiven Bereichen der Qualitätssicherung zugeordnet hat, so Kunkel.

Der Chef der DKG verteidigte die Politik. Zudem habe Verdi in der Expertenrunde der Koalition zur Vorbereitung der Gesetzgebung mitgewirkt und sich zur Zuständigkeit des Gesetzgebers und der Selbstverwaltung in Personalfragen bekannt. Jetzt trotzdem zu streiken und Krankenhäuser unter Druck zu setzen sei "inakzeptabel". (mam)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
An der Frankfurt School of Finance & Management im Norden der Mainmetropole wird auch in diesem Jahr der Tag der Privatmedizin 2026 ausgerichtet. Die Veranstaltung ist für den 21. November angesetzt. (Archivbild)

© Frankfurt School of Finance & Management

Update

Praxiswissen und Innovation

Privatmedizin: Anregungen für die Praxis in Frankfurt am 21. November

Logo Cardisio

© Cardisio

Cardisio

Cardisiographie mit LVEF-Erkennung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

AMD-Prävention

Altersabhängige Makuladegeneration: Leitlinie gibt Empfehlungen zum Screening

Meist Adenokarzinome

Tipps zur Früherkennung: Warnzeichen für Pankreaskrebs erkennen

Lesetipps
Eine Frau zieht einen Kompressionsstrumpf auf ihr rechtes Bein.

© Itana / Stock.adobe.com

Leitlinien-Update

Welcher Kompressionsstrumpf ist der richtige?