Klinische Studien

Verordnung passiert EU-Ministerrat

Klinische Studien in mehreren EU-Ländern werden künftig vereinfacht. Ergebnisse werden transparenter.

Veröffentlicht:

LUXEMBURG. Einheitliche Regeln für klinische Studien in den EU-Mitgliedsstaaten: Am Montag hat der EU-Ministerrat die neue Verordnung über klinische Prüfungen mit Humanarzneimitteln verabschiedet. Anfang April hatte bereits das EU-Parlament mit großer Mehrheit dafür gestimmt.

Mit der neuen Verordnung wird bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA ein elektronisches Studien-Portal geschaffen. Künftig müssen Arzneimittelhersteller darüber nur noch einen Antrag einreichen, um Studien in mehreren Mitgliedsstaaten zu beantragen. Bisher waren dafür Anträge in den jeweiligen Ländern nötig.

Zudem müssen die Ergebnisse ein Jahr nach Abschluss der Studie auf dem Internet-Portal veröffentlicht werden. Das soll zu mehr Transparenz führen. Bisher sei lediglich etwa die Hälfte der klinischen Studien veröffentlicht worden, sagte die zuständige Berichterstatterin und EU-Abgeordnete Glenis Willmott aus Groß-britannien. Für Laien soll es zukünftig verständliche Zusammenfassungen der Studienresultate geben.

Im Gegensatz zum ersten Entwurf wurde in die Verordnung auch aufgenommen, dass eine Ethik-Kommission klinische Prüfungen genehmigen muss.

Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge wird die Verordnung wohl ab 2016 in Kraft treten. (jvb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Herzchirurg mit Installateurfirma

Das Doppelleben des Dr. Jean-Philippe Grimaud: Arzt und Klempner

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Einsatz im Kriegsgebiet

Essener HNO-Ärztin hilft Menschen im Iran via Telemedizin

Herzchirurg mit Installateurfirma

Das Doppelleben des Dr. Jean-Philippe Grimaud: Arzt und Klempner

Lesetipps
Endoskopische Auffälligkeiten bei der Colitis ulcerosa

© Gastrolab / Science Photo Library

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

© Gina Sanders / stock.adobe.com

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?