Bedarfsplanung

Versorgung neu gedacht

Von Wolfgang van den BerghWolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Die Töne klingen schon fast versöhnlich: Die KBV fordert nicht mehr kategorisch die Schließung von Kliniken. Im Gegenteil: Jetzt geht es ihr darum, wie sich eine sektorenübergreifende fachärztliche Versorgung sicherstellen lässt, ohne dabei die Standorte in Frage zu stellen.

Klar ist, um das Problem zu lösen, muss es konkrete Zahlen zur stationären und zur ambulanten Bedarfsplanung geben – eine der Hauptursachen, warum eine Einigung bis heute gescheitert ist. Darüber hinaus muss geklärt werden, wie die Kompetenzen von Fachärzten in der Praxis und im Krankenhaus zusammengeführt werden können. Und dabei kommt das Belegarztwesen ins Spiel.

In ihrem Acht-Punkte-Programm fordert die KBV, das Belegarztwesen explizit unter Einbeziehung von Hausärzten und Psychotherapeuten weiterzuentwicklen. Dabei sollen auch Praxiskliniken eingebunden werden.

Das klingt nach einer kleinen Revolution, macht aber zugleich auch deutlich, dass es nicht darum geht, Klinikstandorte platt zu machen, sondern bestehende Strukturen dem tatsächlichen Bedarf anzupassen. Ein guter Aufschlag, der zu einer Versachlichung des Problems beitragen kann und die Politik nicht wieder dazu zwingt, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen.

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