Arzneiausgaben

Verträge brachten fast 40 Prozent Rabatt

2012 konnten die gesetzlichen Krankenkassen mit Hilfe von Rabattverträgen fast ein Drittel mehr einsparen als im Vorjahr.

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FRANKFURT/MAIN. Die gesetzlichen Krankenkassen haben 2012 rund 2,1 Milliarden Euro durch Rabattverträge mit pharmazeutischen Unternehmen eingespart. Das ist nach Angaben des Frankfurter Beratungsunternehmens IMS Health ein Zuwachs gegenüber Vorjahr von 28 Prozent.

Die durchschnittliche Rabattierung über die gesamte Kassenlandschaft hinweg betrug 38 Prozent. Ohne diese Nachlässe hätte der Umsatz aller selektivvertraglich rabattierten Präparate 5,5 Milliarden Euro (zu Herstellerabgabepreisen) erreicht.

Die höchsten Rabatte erzielte mit 44 Prozent die AOK. Das führen die Marktforscher auf den hohen Marktanteil der AOK zurück, die einheitlich für alle Landesgesellschaften ausschreibt und insgesamt rund 40 Prozent der GKV-Arzneimittelausgaben trägt.

Insgesamt konnten die AOKen 949 Millionen Euro sparen. Mit dem zweitbesten Ergebnis warten die Ersatzkassen auf, die 708 Millionen Euro sparten (36 Prozent). Unterdurchschnittlich schnitten die Betriebskrankenkassen mit 219 Millionen Euro (30 Prozent) und die Innungskrankenkassen mit 89 Millionen Euro (27 Prozent) ab.

Generika hatten 2012 laut IMS nach Packungsmenge 90 Prozent Anteil am selektivvertraglich rabattierten GKV-Arzneimittelmarkt und 52 Prozent nach Umsatz (zu Herstellerabgabepreisen). Patentgeschützte hatten 3,3 Prozent Anteil nach Menge und 33 Prozent nach Umsatz; der Rest entfiel auf Altoriginale. (cw)

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