Weltgesundheitsversammlung

WHO-Generaldirektor setzt auf mehr Schlagkraft

Die Weltgesundheitsversammlung in Genf soll den Weg freimachen für die Neuausrichtung der WHO.

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GENF. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) richtet sich nach dem organisatorischen Versagen im Zusammenhang mit der Ebola-Pandemie in Westafrika, die Anfang 2016 offiziell für beendet erklärt wurde, organisatorisch neu aus. WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus will die Neuausrichtung auf der 71. Weltgesundheitsversammlung (WHA), die am Montag in Genf gestartet ist, in trockene Tücher bringen. "Wir transformieren die Art, wie wir arbeiten, um unsere Vision einer Welt, in der Gesundheit ein Recht für alle ist, wahr werden zu lassen. Wir ändern die Art, wie wir unser Business betreiben", erläuterte Tedros in einer Rede im Vorfeld der WHA.

Das höchste Entscheidungsgremium der WHO soll nach dem Willen des Generaldirektors den Allgemeinen Handlungsrahmen der Organisation für den Zeitraum 2019 bis 2023 (GWP13) abnicken. Dieser setzt drei strategische Prioritäten: Angesichts der jüngsten Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo dürfte die Reaktion auf Gesundheitskrisen weltweit die größte mediale und gesundheitspolitische Aufmerksamkeit genießen.

Weitere strategische Ziele sind das Erreichen einer Universal Health Coverage (UHC) – darunter wird der Zugang für alle Menschen in einem Land zu qualitätsgesicherten Dienstleistungen im Gesundheitswesen mittels einer universellen Gesundheitsabsicherung verstanden – sowie die Förderung gesünderer Bevölkerungen.

In seiner besagten Rede bezeichnete Tedros die WHO-Ambitionen als "Dreifach-Milliarden-Ziele": Eine Milliarde Menschen sollen von einer allgemeinen Gesundheitsversorgung profitieren, eine Milliarde Menschen sollen vor Gesundheitskatastrophen geschützt und eine weitere Milliarde Menschen sollen sich einer besseren Gesundheit und eines besseren Wohlbefindens erfreuen.

Der GWP13 soll die Handlungsstrukturen der WHO weg von einem zentralen Ansatz hin zu einer flexiblen, länderspezifischen Herangehensweise führen, die vor allem nationale Expertise einbinden soll. (maw)

Lesen Sie dazu auch: WHO-Feldversuch: Ebola-Impfstoff wird im Kongo eingesetzt

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