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Bericht

WHO: Zahl der Demenzkranken steigt rasant

Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation wird die Zahl der Menschen mit Demenz in den nächsten neun Jahren um 40 Prozent steigen.

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Genf. Die Zahl der Demenzkranken wird nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) rasant steigen. Bis 2030 dürften rund 40 Prozent mehr Menschen weltweit mit Demenz leben als 2019, heißt es in dem am Mittwoch in Genf vorgestellten Bericht. Die meisten Länder seien darauf nur ungenügend vorbereitet.

„Die Welt lässt Menschen mit Demenz im Stich“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Es müsse mehr getan werden, damit Betroffene die Unterstützung für ein Leben in Würde erhalten und Betreuerinnen und Betreuer nicht allein gelassen werden. „Menschen mit Demenz sowie ihre Familien und Betreuerinnen und Betreuer erleben Diskriminierung aufgrund des Alters, Stigma und soziale Ausgrenzung. Das darf in unseren Gesellschaften keinen Platz haben“, heißt es in dem Bericht.

Das Interesse an der Erforschung von Medikamenten gegen Demenz sei nach vielen enttäuschenden klinischen Studien gesunken, schreibt die WHO. Allerdings hätten die USA beispielsweise ihre jährlichen Investitionen in die Alzheimer-Forschung von 631 Millionen Dollar 2015 auf 2,8 Milliarden Dollar (rund 2,4 Mrd Euro) 2020 ausgeweitet. (dpa)

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