Masterplan 2020

Was braucht der Mediziner von morgen?

Wie soll das Medizinstudium in Zukunft aussehen? Die AWMF hat jetzt ihre Vorstellungen für die Nachwuchsausbildung skizziert. Die drei wichtigsten Punkte im Überblick.

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BERLIN. Die AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) hat Vorschläge skizziert, wie die Ausbildung von Ärzten verbessert werden soll. Nach Vorstellung des Interessenverbandes der medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften sollen Ärzte und Zahnärzte künftig ein gemeinsames Grundstudium absolvieren ("common trunk"), indem grundlegende medizinische Kenntnisse vermittel werden. Erst im Hauptstudium sollen sich die Studenten in den separaten Studiengängen spezialisieren.

Weiterhin sollen Medizinstudenten die wissenschaftlichen Grundlagen besser vermittelt bekommen. Angehende Mediziner sollen somit neben dem Wissen über Grundlagen von Krankheiten und Behandlung von Patienten auch fundierter wissenschaftlich-methodisch arbeiten können.

Engere Verzahnung von Studium und Weiterbildung

Als weiteren Punkt fordert die AWMF einen besseren Übergang vom Studium zur Weiterbildung. Dazu müsse der Gesetzgeber das Wissenschaftszeitvertragsgesetz überarbeiten. "Es kann nicht sein, dass sich unser dringend benötigter Nachwuchs von einer befristeten Beschäftigung zur nächsten retten muss", so AWMF-Präsident Dr. Rolf Kreienberg. Auch die Arbeitsbedingungen der Klinikärzte müssten verbessert werden. Sie sollten mehr Zeit für die Versorgung der Patienten bekommen.

Die Eckpunkte zur Reform des Medizinstudiums wurden Ende März vorgestellt. (ajo)

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Kommentare
Dr. Peter Christoph Zindel 05.08.201706:51 Uhr

BWL-Grunlagen

sollte jeder Mediziner im Hauptstudium vermittelt bekommen, egal ob er seine Zukunft später in Klinik oder Niederlassung sieht. Nur so wird er ein anerkannter Partner im Führungsgremium einer Klinik werden, nur so kann er noch erfolgreich eine Praxis führen, nur so kann er erfolgreich innovative Kooperationskonzepte entwickeln und ausführen.

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