Kommentar zum "Equal Pay Day"

Weil ich ein Mädchen bin

Von Rebecca Beerheide Veröffentlicht:

Frauen verdienen 22 Prozent weniger als Männer - an diese traurige statistische Realität wird jährlich am Equal Pay Day erinnert. Der 21. März ist 2013 der Tag, bis zu dem Frauen arbeiten müssen, um auf das Gehalt der Männer im Jahr 2012 zu kommen.

Natürlich muss diese unbereinigte Lohndifferenz sorgfältig betrachtet werden - denn Frauen, die in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen angestellt sind, und Männer, die als gut verdienender Top-Manager arbeiten, verzerren die Berechnungen.

Man kann den Eindruck gewinnen, im Gesundheitswesen könne es krasse Gehaltsunterschiede innerhalb von Berufsgruppen nicht geben -  Tarifverträge und Abrechnungsmodalitäten, die sich nicht nach dem Geschlecht des Praxischefs richten, verhinderten das.

Diese Argumentation hinkt, sobald man die Lebensarbeitszeit von Ärztinnen betrachtet oder die Gehälter von Medizinern ab Oberarzt-Stufe vergleicht. Dort wird jeder deutliche Unterschiede finden -  und jeder eine Begründung, warum die Oberärztin weniger verdienen soll als der Oberarzt.

Verhandelt sie schlecht? Arbeitet sie in der sprechenden Medizin und er steht bei High-Tech-Geräten am Drücker? Steigt sie als Mutter wieder in Teilzeit ein und bleibt auf der Karriereleiter stehen?

So unterschiedlich die Gründe für Gehaltsunterschiede sein mögen: Wegdiskutieren oder abfinden dürfen Frauen und Männer sich damit nicht.

Lesen Sie dazu auch: Zwischen Ärztin und Arzt: Gehaltsunterschiede von 2000 Euro

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