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Weiterbildungsverbund fischt nach Assistenten

An der Nordseeküste suchen sieben Hausarztpraxen und eine Klinik nach Weiterbildungsassistenten.

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WITTMUND (cben). Sieben Hausarztpraxen und ein Krankenhaus haben an der Niedersächsischen Nordseeküste den Weiterbildungsverbund Nordsee gegründet. Bis jetzt sind zwei Weiterbildungsassistenten eingeschrieben, eine dritte Assistentin steht kurz davor.

"Wir müssen uns ranhalten", sagt Koordinator und Hausarzt Dr. Ralf Nagel der "Ärzte Zeitung". Denn zum Beispiel im ostfriesischen Wittmund wird es bald eng mit der hausärztlichen Versorgung.

"Auf 12.000 Menschen kommen dort drei Hausarztpraxen. Und eine Kollegin wird im Laufe der kommenden fünf Jahre aufhören", sagt Nagel, "Wir brauchen Nachwuchs."

Das Krankenhaus Wittmund hat für den Verbund eine neue, zusätzliche Assistenten-Stelle für Allgemeinmedizin eingerichtet.

Zusatzqualifikationen garantiert

Um möglichst viele angehende Hausärzte zu interessieren, haben die Initiatoren einige Besonderheiten in ihre Weiterbildung aufgenommen. "Wir bieten zum Beispiel neun verschiedene Varianten an, in denen die Assistenten eigene Schwerpunkte setzen können", erklärt Nagel.

Außerdem garantiert der Verbund den Nachwuchsärzten Zusatzqualifikationen im Rahmen der Weiterbildung - zum Notfallmediziner oder in der psychosomatischen Grundversorgung, sowie die Fachkunde Ultraschall.

Durch die Kooperation mit Fachärzten können die Assistenten angrenzende Fächer kennenlernen. Auch ein Seminar-Curriculum bieten die Praxen. "Und wir bieten Hospitationen an und kommen bei Bedarf in die Praxen", sagt Nagel.

Die weiterbildenden Praxen wollen sich auch mit der European Medical School Oldenburg Groningen kooperieren. Dort startet im Oktober der erste Bachelor-Master-Studiengang Medizin.

Nagel zeigt sich vom Konzept überzeugt. "Erfahrungsgemäß lassen sich 50 Prozent der Assistenten, die hier im Krankenhaus waren, auch in der Gegend nieder", sagt der Hausarzt.

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