Arzneimittelhersteller informieren

Wie ist der Stand beim Ebola-Impfstoff?

Der Verband der Forschenden Arzneimittelhersteller (vfa) hat am Dienstag in Berlin über den aktuellen Stand bei der Entwicklung von Ebola-Impfstoffen informiert.

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BERLIN. Im Rahmen von Public Private Partnership-Projekten arbeiten Forscher aus Pharma-Unteternehmen, Unis und öffentlichen Forschungseinrichtungen bereits seit Jahren an Impfstoffen und Medikamenten gegen Ebola, ohne dass dies öffentlich wahrgenommen worden sei.

Vor dem Hintergrund der Ebola-Epidemie in Westafrika seien die Projekte in jüngster Zeit jedoch deutlich beschleunigt worden, so die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Forschgender Pharmaunternehmen (vfa), Birgit Fischer, am Dienstag vor Journalisten in Berlin.

Aktuell führen die Unternehmen MSD/NewLink und GlaxoSmithKline mit den Impfstoffen rVSV-ZEBOV sowie ChAd3-ZEBOV in Liberia, Guinea und Sierra Leone klinische Studien mit insgesamt 45.000 Teilnehmern durch.

Die meisten Studien befinden sich in der Phase 3. Partner sind dabei unter anderem die National Institutes of Health aus den USA, die Centers of Disease Control aus den USA, die Weltgesundheitsorganisation sowie "Ärzte ohne Grenzen".

Angelaufen sind darüber hinaus in Tanzania, Uganda, Ghana und Kenia drei Phase-1-Studien mit dem Impfstoff Ad26.ZEBOV von Janssen und MVA-BN-Filo von Bavarian Nordic.

Nachdem die Epidemie in den vergangenen Wochen abgeklungen ist, ist eine neue Herausforderung entstanden: bei abnehmender Fallzahl hinreichend viele Probanden insbesondere für umfangreiche Phase-3-Studien zu finden.

Gefördert werden Ebola Projekte auch im Rahmen der Innovative Medicines Initiative (IMI) der EU mit einem Gesamtvolumen von 215 Millionen Euro.

Die von Ebola betroffenen Ländern können zu den Impfstoffen Zugang über die Global Alliance for Vaccines and Immunisation (GAVI) erhalten.

Ferner hat das Unternehmen MSD bereits im Januar eine Zusage gegeben, Impfstoffe für einen Non-Profit-Preis zur Verfügung zu stellen. (HL)

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