Gesundheitspolitik international

Wirtschaftskrise: Spanien erhöht Zuzahlungen

MADRID (mame). Im Kampf gegen die Wirtschaftskrise werden in Spanien nun auch die Patienten stärker zur Kasse gebeten.

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Seit Juli hat die Regierung die Selbstbeteiligung an Rezeptgebühren erhöht.

Waren die Spanier seit jeher daran gewöhnt, 40 Prozent der Arzneimittelkosten zu übernehmen, müssen Arbeitnehmer mit einem Jahreseinkommen von über 18.000 Euro im Jahr ab Sonntag 50 Prozent in der Apotheke bezahlen und bei einem Jahresgehalt von über 100.000 Euro 60 Prozent.

Auch Rentner sind nun von der Medikamentenzuzahlung betroffen, früher mussten sie nichts bezahlen.

Abgesehen von Personen mit einer Minimalrente sollen Spaniens Pensionäre künftig je nach Höhe ihrer Rente zwischen zehn und 60 Prozent ihrer Medikamentenkosten tragen.

Erstattungen gestrichen

Für Langzeitarbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Behinderte und Opfer von Berufsunfällen bleiben die Medikamente weiterhin gratis.

Generell kosten Arzneimittel in Spanien zwar nur einen Bruchteil im Vergleich zu den Preisen in deutschen Apotheken.

Dennoch verspricht sich die spanische Regierung von der Erhöhung der Zuzahlung jährliche Einsparungen von rund 7,4 Milliarden Euro.

Auch hat Gesundheitsministerin Ana Mato 425 Medikamente aus dem öffentlichen Leistungskatalog streichen lassen.

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