Zähes Ringen im Bewertungsausschuss

Berlin (HL). KVen und Krankenkassen auf Landesebene können eigenständig vereinbaren, wie und in welchem Ausmaß sie Verluste als Folge der Vergütungsreform begrenzen wollen.

Veröffentlicht:

Das ist der einzig greifbare Beschluss, den der Erweiterte Bewertungsausschuss am vergangenen Freitag zustande gebracht hat. Er soll es den KVen erleichtern, in eigener Autonomie mit ihren Vertragspartnern die Konvergenzphase auszugestalten.

Unüberbrückbar ist offenbar die Kluft bei der Honorierung der von Ärzten an ihre Praxismitarbeiterinnen delegierbaren Leistungen. Die Kassen bieten ein aus der Sicht der Ärzte inakzeptables Honorar von etwa sieben Euro, fordern aber als Voraussetzung umfangreiche zeitliche Investitionen in die Fortbildung der Helferinnen. Mangels Einigungsfähigkeit mit den Kassen wird nun eine Ersatzvornahme des Bundesgesundheitsministeriums angestrebt.

Konkretere Beschlüsse könnten bei der nächsten Sitzung des Erweiterten Bewertungsausschusses fallen, die auf den 17. März anberaumt ist. Dann sollen Leistungen definiert werden, die nicht mehr in das Regelleistungsvolumen fallen und gesondert vergütet werden. Das Ziel der KBV ist dabei, die besondere Situation von Praxen zu berücksichtigen, die relativ kleine Fallzahlen haben, deren Fallwert aber aufgrund des Leistungsspektrums hoch ist. Eine weitere Sitzung ist Ende März.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Flüssigbiopsie im Test

Pankreaskrebs: Früherkennung in Sicht?

Lesetipps
Virtuelle Checkboxen

© chinnarach / stock.adobe.com

Praxisführung

So profitieren Praxisteams von Qualitätsmanagement