Organspende

Zahl der Lebendspender in Sachsen verdoppelt

DRESDEN (tt). In Sachsen sind mehr Menschen bereit, Organe zu spenden. Die Zahl der Anhörungen für Organ-Lebendspenden hat sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, teilte die Landesärztekammer mit.

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Nach Zahlen der Kammerkommission Lebendspende habe es im vergangenen Jahr 41 Anhörungen gegeben, "und damit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr".

Aus den Zahlen gehe weiterhin hervor, dass sich das Geschlechterverhältnis bei Organspenden "nahezu umgekehrt" habe.

2010 war das Verhältnis sowohl bei Spendern als auch bei Empfängern weitgehend ausgeglichen. Elf Frauen und acht Männer spendeten, acht Männer und elf Frauen erhielten ein Organ. 2011 spendeten 29 Frauen, aber nur zwölf Männer.

Überwiegend enge Familienangehörige

Erhalten haben ein Organ hingegen 27 Männer und 14 Frauen. Bei den Spendern handele es sich überwiegend um enge Familienangehörige, hieß es.

So waren bei den Anhörungen zwölf Eltern dabei, die für ihr Kind spenden wollten, 14 Mal sollte ein Lebenspartner ein Organ bekommen.

In sieben Fällen sei es um Geschwister und einmal um den Enkel gegangen. Alle Spendeabsichten konnten von der Kommission befürwortet werden.

"Auffällig ist", so die Kammer, "dass es 2011, wie auch schon in den vergangenen drei Jahren, keine Leber-Lebendspenden gab."

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